„Illegale Beziehung“: Liebespaar im Nordosten Afghanistans zu Tode gesteinigt

Seit der Machtübernahme der Taliban müssen Frauen in Afghanistan für ihre Rechte protestieren. Dabei stehen Kämpfer der Taliban während der Frauenproteste Wache.

Kabul. Wegen einer außerehelichen Liebesbeziehung sind in der Provinz Badachschan im Nordosten Afghanistans eine Frau und ein Mann zu Tode gesteinigt worden. Das bestätigten zwei Behördenvertreter der militant-islamistischen Taliban aus der Provinz der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die beiden Personen hätten gestanden, „zwei- oder dreimal“ miteinander geschlafen zu haben, sagte einer der beiden Offiziellen. Es habe keine Zweifel daran gegeben, dass sie eine „illegale Beziehung“ geführt hätten, daher hätten sie gesteinigt werden müssen und seien nun tot.

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Eine Person des getöteten Paares stamme aus der Provinz Baghlan und die andere aus der Stadt Masar-i-Scharif, sagte der Offizielle weiter. Beide hätten zuletzt in Badachschan gelebt. Der Sprecher der Taliban für die Provinz Badachschan, Muesuddin Achmadi, bestätigte den Vorfall. Ihm zufolge werde die Angelegenheit untersucht.

Die Zeitung „Hasht-e Sobh“ berichtete, die Steinigung habe am Montag im Bezirk Nasi der Provinz öffentlich auf Anordnung eines Talibankommandeurs stattgefunden.

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Die Taliban haben im August des Vorjahres wieder die Macht in Afghanistan übernommen. Seither haben die Islamisten Frauen- und Menschenrechte deutlich eingeschränkt.

RND/dpa

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