Aber Putin stoppen

Slowakischer Regierungschef nach russischem Raketenangriff: Bitte keine Panik

Eduard Heger in Paris (Symbolbild).

Bratislava. Nach dem russischen Raketenangriff auf einen Truppenübungsplatz im Westen der Ukraine hat der slowakische Regierungschef Eduard Heger die Bürger seines Landes vor Panik gewarnt. „Die Slowakei muss auf alles vorbereitet sein, aber im Moment gibt es keinen Grund zur Panik im Zusammenhang mit dem Krieg und einer möglichen Verschiebung der Kriegslinie in die unmittelbare Nähe der Slowakei“, sagte der 45-Jährige am Sonntag nach Angaben der Nachrichtenagentur TASR in der TV-Sendung „O 5 minut 12″ (Fünf Minuten vor Zwölf) des Senders „RTVS“.

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Anlass zur Sorge gab die Bombardierung eines Militärstützpunktes nahe der polnischen Grenze durch russische Streitkräfte. Bei dem Raketenangriff unweit von Lwiw (Lemberg) waren nach ukrainischen Angaben mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen.

Die Nato-Partner hätten Heger wiederholt ihre Bereitschaft versichert, alle Mitglieder des Verteidigungsbündnisses zu schützen. Die Slowakei, die im Osten unmittelbar an die Ukraine grenzt, ist seit 2004 Nato-Mitglied.

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Er betonte die Einheit der EU bei der Verurteilung des russischen Angriffskriegs sowie bei der Solidarität und Hilfe für die Ukrainer. „Die Ukrainer kämpfen nicht nur um ihr Leben, sondern auch für uns. Wir müssen anerkennen, dass Putin in der Ukraine aufgehalten werden muss, damit er nicht einmal an weitere Ziele zu denken wagt“, sagte Heger.

Zu Spekulationen, die Slowakei könnte der Ukraine ein Flugabwehrraketensystem des sowjetischen Typs S-300 zur Verfügung stellen, sagte Heger: „Man kann nicht auf Technik verzichten, solange man sie zum Schutz der eigenen Sicherheit braucht.“ Gleichwohl werde dies ein Thema beim bevorstehenden Besuch des US-amerikanischen Verteidigungsministers Lloyd Austin in seinem Land sein. In der Slowakei wird mit der baldigen Stationierung eines Patriot-Raketenabwehrsystems unter deutscher Führung gerechnet.

RND/dpa/scs

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