Novavax ist die letzte Chance

Impfkampagne: Politik hat ein Ass im Ärmel – zieht es aber nicht

Der Corona-Impfstoff Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax wird im Klinikum Stuttgart vorbereitet.

Der Corona-Impfstoff Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax wird im Klinikum Stuttgart vorbereitet.

Berlin. Der Novavax-Impfstoff ist wohl die letzte Chance, zusätzliche Menschen freiwillig und ohne Impfpflicht zur schützenden Spritze zu bewegen. Doch die Impfkampagne kommt nicht vom Fleck – und das geht vor allem auf das Konto des Bundes. Der groß angekündigten neuen Werbekampagne ist offenbar schon nach wenigen Wochen die Luft ausgegangen: Plakate in den Straßen, Werbung im Fernsehen und Aufklärungsarbeit in den sozialen Netzwerken findet man nur mit der Lupe – trotz Millionenbudget. Das ist ein großes Versäumnis.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Denn Deutschlands überdurchschnittlich große Impflücke könnte spätestens im Herbst gefährlich werden. Nur wenige Tausend Menschen werden hierzulande täglich noch erstgeimpft. Mit Blick auf eine weitere Viruswelle ist eine höhere Impfquote aber wichtig, um den Lockerungskurs nicht zu gefährden.

Dabei hat die Politik mit dem Novavax-Impfstoff längst ein neues Ass im Ärmel, das sie nur ziehen muss. Der Novavax-Impfstoff gilt als das Vakzin, das womöglich auch die Impfzögerer und Impfkritiker überzeugen könnte. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff und nicht um eines der mRNA-Präparate, gegenüber denen manche Menschen Bedenken haben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Diese Chance dürfen Bund, Länder und Kommunen nicht verstreichen lassen. Sie sollten nicht nur hoffen, dass bisher ungeimpfte Menschen diesen Impfstoff nehmen wollen. Auf den Hoffnungs­bekundungen müssen auch Handlungsschritte folgen: Aufklärungsarbeit in allen zur Verfügung stehenden Kanälen ist nötig, um über die Vorteile der Impfung zu informieren. Die Bundesregierung darf den Verschwörungs­ideologinnen und ‑ideologen nicht wieder das Feld überlassen.

Auch wenn sich schlussendlich nicht alle Impfkritikerinnen und Impfkritiker überzeugen lassen, hätte man wenigstens nichts unversucht gelassen.

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken