Neuer CSU-Generalsekretär

Söder setzt mit Huber „stark auf die Bayern-Karte“

CSU-Chef Markus Söder (r) hat am Freitag den Landtagsabgeordneten Martin Huber als neuen CSU-Generalsekretär vorgestellt.

CSU-Chef Markus Söder (r) hat am Freitag den Landtagsabgeordneten Martin Huber als neuen CSU-Generalsekretär vorgestellt.

München. CSU-Chef Markus Söder hat den Landtagsabgeordneten Martin Huber als neuen Generalsekretär seiner Partei und damit Nachfolger des zurückgetretenen Stephan Mayer offiziell vorgestellt (RND berichtete). Mit der Besetzung setze die Partei „sehr stark auf die Bayern-Karte“, sagte Söder am Freitag in München. Huber hätte vor allem wegen seiner Nähe zur Parteibasis ideal auf das Anforderungsprofil gepasst. Denn: Mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst 2023 sei es gut, wenn der Generalsekretär aus der Landtagsfraktion komme.

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Söder äußerte sich „sehr zufrieden“ über die Neuaufstellung. „Er brennt, er will das“, sagte er über den neuen CSU-Generalsekretär. Für das Amt brauche es Organisationstalent sowie die Fähigkeit, kommunizieren und die Partei repräsentieren zu können. „Es schadet nichts, wenn er auch kämpfen und manchmal auch beißen kann“, sagte Söder und sprach Huber sein Vertrauen aus: „Ich vertraue dir zu 100 Prozent, ich traue dir das auch zu.“

Huber will sich Amt „voller Hingabe und Leidenschaft“ widmen

Huber sei ein „ausgezeichneter Debatten-Redner“, so Söder. Er sei zudem ein junger, aber auch „moderner und konservativer“ Politiker, der wertebewusst und weltoffen sei. „Einfach ein kluger Kopf.“ Huber selbst sprach von einer großen Ehre und einer großen Aufgabe, der er sich „voller Hingabe und Leidenschaft widmen werde“.

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Huber stammt wie Mayer aus dem oberbayerischen Landkreis Altötting, aus Mühldorf. Von 2008 bis 2013 war der verheiratete Katholik persönlicher Referent des damaligen Parteichefs Horst Seehofer in der CSU-Landesleitung - er kennt die Parteizentrale somit bereits aus eigener Erfahrung. Seit 2013 sitzt Huber für die CSU im Landtag. Ende Februar hatte ihn Söder bereits als einen von zwei Verantwortlichen für die Erarbeitung eines neuen CSU-Grundsatzprogramms auserkoren. Über die CSU hinaus trat Huber bisher nicht groß in Erscheinung.

„Menschliche Tragödie“: Söder bedauert Rücktritt von Generalsekretär Mayer

Die Begründung von Stephan Mayer für seinen Rücktritt nach zehn Wochen im Amt als Generalsekretär waren gesundheitliche Beschwerden.

Söder: Wollte keine Lücke im Kabinett reißen

Söder betonte, dass es nach dem überraschenden Rücktritt von Mayer keine leichte Woche für die Partei gewesen sei. Nun sei es aber an der Zeit, nach Vorne zu blicken. Er habe eine zeitnahe Lösung versprochen, sich dafür in Bayern und Europa ausgetauscht. Neben Huber hätten auch andere gut auf das Anforderungsprofil des Amtes gepasst - auch aus dem Landeskabinett. Aber: „Für mich war wichtig, dass ich keine Lücke im Kabinett reiße.“ Er sei froh, dass der Vorstand seinem Vorschlag einstimmig zugestimmt habe.

Hubers Kür erfolgte in aller Eile und unter hohem Zeitdruck, nachdem Stephan Mayer am Dienstag nach nur gut zwei Monaten Amtszeit seinen Rücktritt als Generalsekretär erklärt hatte. Der 48-Jährige nannte dafür in einer schriftlichen Erklärung gesundheitliche Gründe. Zugleich räumte Mayer allerdings eine „möglicherweise“ im Rückblick nicht angemessene Wortwahl einem „Bunte“-Journalisten gegenüber ein. Der Journalist hatte Mayer vorgeworfen, ihn telefonisch bedroht zu haben, im Zusammenhang mit einem Bericht über dessen Privatleben.

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mit dpa

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