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„Maischberger“-Talkshow

Lauterbach über Impfverweigerer: „Zumutung, dass wir all dies machen müssen, um die zu schützen“

Gesundheitsminister Karl Lauterbach in der Sendung "maischberger. die woche" vom 14.04.2021 (Archivbild).

Seit fünf Monaten ist Karl Lauterbach (SPD) als Bundesgesundheitsminister im Amt. Die Pandemie war sein Thema, doch in den vergangenen Wochen wurde er auch immer wieder heftig für Entscheidungen kritisiert. Bei „Maischberger“ am späten Dienstagabend sprach Lauterbach über vergangene und künftige Entscheidungen dazu.

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Zu Maischbergers Eingangsfrage, ob er eigentlich schon mit Corona infiziert gewesen sei, sagte er entschlossen „Nein“ und berichtete, dass er mittlerweile schon viermal geimpft sei und sich fast jeden Tag teste. Zudem berichtet er von einer „Untergruppe in der Bevölkerung, die es wahrscheinlich nie bekommen wird“, einer Gruppe, die offenbar einen genetisch-immunologischen Schutz habe. „Das wird derzeit intensiv untersucht“, berichtet er. Aus Erkenntnissen dazu könne man vielleicht Medikamente ableiten.

Lauterbach hat auch das Scheitern der allgemeinen Impfpflicht als „enttäuschende Erfahrung“ bezeichnet. „Wir hätten es uns allen leichter gemacht für den Herbst, wenn wir das erreicht hätten“, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend. Zudem sei bei der Abstimmung im Bundestag Parteitaktik im Spiel gewesen. „Es ist insgesamt eine enttäuschende Erfahrung gewesen.“

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Lauterbach wies darauf hin, dass er als Bundesgesundheitsminister alleine keinen Antrag aus der Regierung in den Bundestag hätte einbringen können. „Das kann ich in einer Koalition nicht machen, wo ich mich mit anderen Partnern einigen muss.“

Streit mit der FDP

Über seinen andauernden Streit mit der FDP um Maßnahmen und Lockerungen sagte er: „Zwischen der FDP und mir gibt es in der Sache oft unterschiedliche Meinungen. Wir gehen trotzdem gut miteinander um. Ich bin da vorsichtiger, ich möchte die Bevölkerung gut schützen. Die FDP legt Wert auf Freiheitsrechte.“

Er habe in der Ampel die Maskenpflicht nicht weiter durchsetzen können, aber deshalb immer zum freiwilligen Maskentragen aufgefordert. Dass überhaupt noch Maßnahmen nötig sind wegen der in Deutschland hohen Anzahl in Impfverweigerern stört ihn: „Es ist eine Zumutung, dass wir all dies machen müssen, um die zu schützen“, sagt er.

RND/dpa/hsc

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