Man müsse allen Krisen gerecht werden

Trotz Krieg: Özdemir hält an Klimaschutz in Landwirtschaft fest

24.03.22: Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Bündnis 90/Die Grünen während der Sitzung des Deutschen Bundestags in Berlin.

24.03.22: Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Bündnis 90/Die Grünen während der Sitzung des Deutschen Bundestags in Berlin.

Magdeburg/Berlin. Bundesagrarminister Cem Özdemir lehnt ein Abrücken von mehr Klima- und Umweltschutz in der Landwirtschaft wegen der Folgen des Kriegs in der Ukraine weiter ab. Man müsse allen Krisen gerecht werden, sagte der Grünen-Politiker nach einer Konferenz mit seinen Länderkollegen am Freitag. Die Klimakrise und das Artensterben gingen weiter und bedrohten die Grundlage der Landwirtschaft und damit am Ende auch die Ernährungssicherheit. Wie Özdemir mitteilte, will Deutschland bis zu 200 Millionen Euro zusätzlich für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen bereitstellen.

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Der Minister bekräftigte, dass in diesem Jahr ausnahmsweise Gras und Pflanzen von bestimmten „ökologischen Vorrangflächen“ als Futter genutzt werden dürfen. Er wandte sich aber gegen weitergehende Forderungen, auf Brachflächen wieder alles machen zu können. Das zusätzliche Ertragspotenzial läge Berechnungen zufolge dort nur bei 0,6 Millionen Tonnen bei einer Getreideernte von 45 Millionen Tonnen.

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Mit Blick auf steigende Lebensmittelpreise und höhere Energiekosten für die Bauern verwies Özdemir auf die beiden von der Ampel-Koalition auf den Weg gebrachten Entlastungspakete. Er betonte, es gebe keinen Anlass für Hamsterkäufe. Mit dem Einkauf haushaltsüblicher Mengen könne man einen Beitrag dazu leisten, dass Preissteigerungen nicht darüber zustande kämen. Der Minister erläuterte, Preistreiber seien vor allem Energiekosten. „Es ist nicht das Mehl, das bei Brot vor allem den Preis ausmacht.“ Generell gelte indes: Keine Maßnahme der Bundesregierung könne den Krieg und seine Folgen ungeschehen machen.

Özdemir forderte außerdem: „Wir müssen die Lebensmittelverschwendung dringend stoppen.“ Es stehe zugleich eine Debatte dazu an, wie die Biomasse genutzt werden solle.

RND/dpa

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