Krieg in der Ukraine

Kämpfe in Mariupol: Selenskyj wirft Russland Angriff auf Geburtsklinik vor - und fordert Flugverbotszone

Nach russischem Beschuss ist in einem Wohngebiet von Mariupol am Samstag Rauch aufgestiegen. Bei einem weiteren Luftschlag am Mittwoch, sollen Russlands Streitkräfte eine Kinderklinik in der der Stadt bombadiert haben.

Mariupol. Die Ukraine hat Russland einen Angriff auf eine Geburtsklinik in der umkämpften Hafenstadt Mariupol vorgeworfen. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter ein Video, das völlig verwüstete Räume der Klinik zeigen soll. „Angriff russischer Truppen auf die Entbindungsstation. Menschen, Kinder sind unter den Trümmern“, schrieb Selenskyj.

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Demnach müssen eines oder mehrere Geschosse oder Bomben im Hof des Klinikkomplexes eingeschlagen sein. Die Druckwelle zerstörte Scheiben, Möbel und Türen, wie im Video zu sehen ist. Das Gelände rund um das Gebäude am Asowschen Meer im Südosten des Landes war mit Trümmern übersät.

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Selenskyj richtete seine Worte direkt an den Westen: „Wie lange wird die Welt noch mitschuldig sein und den Terror ignorieren?“ Er forderte als Konsequenz für die russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur eine Flugverbotszone über der Ukraine. „Schließen Sie sofort den Luftraum!“ Sein eindringlicher Appell: „Stoppen Sie die Morde jetzt! Sie haben die Macht. Aber Sie scheinen die Menschlichkeit zu verlieren.“ Die Nato hat eine Flugverbotszone bereits abgelehnt.

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Bei dem Angriff sollen nach Angaben der ukrainischen Behörden 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verletzt worden seien. Das berichtet sowohl die Nachrichtenagentur AFP als auch die ukrainische Online-Plattform „The Kyiv Independent“. Die ukrainische Botschafterin in Estland, Marjana Beza, teilte auf Twitter zudem ein Foto, das vor dem Krankenhaus aufgenommen worden sein soll. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert sie: „Wir müssen den Himmel schließen. Bitte helfen Sie den Völkermord gegen die Ukraine und die Menschheit zu stoppen.“

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Von russischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor. Moskau betont stets, keine zivilen Ziele zu attackieren. Die strategisch wichtige Hafenstadt wird seit Tagen von russischen Truppen belagert. Mehrere vereinbarte Versuche, Menschen über Fluchtkorridore in Sicherheit zu bringen, scheiterten. Beide Seiten gaben sich dafür gegenseitig die Schuld.

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Nach Angaben der lokalen Behörden wurden mehrere Bomben abgeworfen. Das ließ sich nicht überprüfen. „Die Zerstörung ist enorm“, teilte der Stadtrat mit. Angaben zu möglichen Opfern wurden zunächst nicht gemacht. In der Klinik seien kürzlich noch Kinder behandelt worden.

RND/jst/ch/dpa

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