Zwölf Millionen Menschen betroffen

Hilfsorganisationen warnen vor Hungersnot in Syrien

Ein syrisches Kind wird im Ibn-Sina-Krankenhaus aufgrund von Unterernährung medizinisch behandelt (Archiv).

Ein syrisches Kind wird im Ibn-Sina-Krankenhaus aufgrund von Unterernährung medizinisch behandelt (Archiv).

Berlin. Die humanitäre Not in Syrien spitzt sich nach Beobachtungen von Experten im Schatten des Ukraine-Krieges zu. Die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Pruin, warnte am Montag in Berlin davor, das Leid der Menschen dort zu vergessen. Im mittlerweile zwölften Kriegsjahr trieben explodierende Lebensmittel- und Energiepreise und die Folgen des Ukraine-Kriegs immer mehr Menschen in den Hunger, sagte Pruin zu Beginn einer Geberkonferenz in Brüssel.

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In einigen Regionen gebe es weiterhin täglich Angriffe, sagte Pruin. Auch kämpfe das Land immer noch gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Laut den Vereinten Nationen benötigten 14,6 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe, eine Million mehr als ein Jahr zuvor.

Schwere Dürren und Ernteausfälle verschärfen Lage

Helferinnen und Helfer in Syrien seien in großer Sorge, da bereits jetzt etwa zwölf Millionen Menschen in Syrien hungerten. Weite Teile des Landes seien von einer schweren Dürre betroffen, Felder würden nicht mehr bewirtschaftet, Ernten fielen aus. Die Menschen können sich daher kaum selbst versorgen und müssten auf den Märkten Lebensmittel einkaufen. Gleichzeitig seien die Preise für Grundnahrungsmittel förmlich explodiert. Auch die Situation der fast sechs Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens verschlechtere sich.

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Die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe forderte: „Deutschland und andere wohlhabende Staaten müssen deutlich mehr Geld für die Nothilfe in Syrien und den Nachbarländern zur Verfügung stellen.“ Die Entwicklung der vergangenen Monate sei alarmierend, die Folgen des Ukraine-Krieges in der Region noch gar nicht absehbar.

RND/epd

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