„Impfstoffe statt Infektion“

Lauterbach warnt vor zu lockerem Umgang mit Corona: „Läuft auf Durchseuchung hinaus“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Berlin. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat erneut davor gewarnt, Corona-Infektionen in der laufenden Sommerwelle zu unterschätzen oder in Kauf zu nehmen. Die ursprüngliche Idee, dass man sich infiziere und danach dann für immer immun sei, habe sich nicht bestätigt, sagte der SPD-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Er verwies darauf, dass man sich sehr leicht mit der aktuellen Virusvariante BA.5 anstecken könne, auch wenn man mit der vorherigen Variante BA.2 infiziert gewesen war.

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Lauterbach erklärte, er bereite momentan neue Schutzmaßnahmen für die Länder vor, die kommende Woche vorgestellt werden sollten. Der Wegfall der Quarantäne-Pflicht, wie es in Spanien und Griechenland bereits der Fall ist, sei für ihn definitiv keine Option: „Das liefe auf eine Art Durchseuchung hinaus.“

Bei BA.5 sei laut neuen Studien zudem die Wahrscheinlichkeit größer, dass man schwer erkranke und im Krankenhaus behandelt werden müsse. Man sehe in Deutschland schon einen Anstieg der Hospitalisierungen und mehr Verlegungen auf Intensivstationen, erläuterte der Minister und fügte hinzu: „Ich glaube, dass wir im Herbst große Probleme haben werden.“

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Lauterbach zu Corona-Maßnahmen: Derzeit „keinerlei Anlass, die Isolationsregeln zu verändern“

Gesundheitsminister Karl Lauterbach will zudem in Kürze ein neues Konzept zu Corona-Schutzregelungen für den Herbst präsentieren.

Er wandte sich gegen die Darstellung des Chefs der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der die Omikron-Variante „fast als Friedensangebot des Virus“ bezeichnet hatte. Eine Annahme eines solchen Angebots würden viele mit dem Tod bezahlen. „Viele Menschen mit Risikofaktoren würden dann schwer erkranken oder versterben.“ Zudem steige das Risiko für Long Covid. „Daher müssen wir das Problem nicht durch eine ständige Infektion lösen, sondern durch bessere Impfstoffe“, sagte Lauterbach.

RND/dpa

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