Ex-Bundespräsident sieht wichtige Schritte eingeleitet

Gauck verteidigt Kanzler: „Scholz handelt vielleicht langsam, aber er handelt“

Joachim Gauck, Bundespräsident a.D. (Archivbild)

Joachim Gauck, Bundespräsident a.D. (Archivbild)

Berlin. Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck sieht die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine angekündigte Zeitenwende in wesentlichen Punkten eingeleitet. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte Gauck: „Bundeskanzler Scholz handelt vielleicht langsam, aber er handelt.“ Wenn Deutschland etwa in Litauen die Nato-Kräfte unter deutscher Führung verstärke, „dann ist es nicht nur ein Symbol, sondern sehr konkret die Stärkung der Verteidigungsbereitschaft“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

Auch die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine sei „ein deutliches Signal dafür, dass der Wandel ernst gemeint ist und wir nicht wieder zurückfallen in eine Phase des Wunschdenkens“, urteilte Gauck.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Panzerhaubitzen in der Ukraine angekommen

Mit sieben Panzerhaubitzen sind vor wenigen Tagen auch die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine angekommen. Bestimmte Waffensysteme liefern Nato-Staaten bisher aber nicht, zum Beispiel Kampfflugzeuge und Kampfpanzer.

Grünen-Chef Omid Nouripour sagte auf die Frage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND/Samstag) nach der Lieferung von Schützen- und Kampfpanzern: „Die Lage ändert sich ständig. Deswegen kann sich auch die Haltung zu einzelnen Waffensystemen ändern.“ Entschieden werde das aber „nur gemeinsam mit internationalen Bündnispartnern“.

Erste deutsche Panzerhaubitzen in der Ukraine eingetroffen

Lange hat die Ukraine auf die ersten schweren Waffen aus Deutschland gewartet, jetzt sind die Panzerhaubitzen vor Ort.

Gauck verteidigt Deutschlands Anspruch einer Führungsrolle

Gauck bezeichnete es in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ als „angemessen, wenn sich Deutschland zu seiner Führungsrolle in Europa bekennt, denn diesem Deutschland geht es nicht um Dominanz, sondern um Kooperation und Partnerschaft“. SPD-Chef Lars Klingbeil hatte unlängst in einer Grundsatzrede betont, Deutschland müsse in der internationalen Politik den Anspruch einer „Führungsmacht“ verfolgen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Gauck hatte bereits in seiner Zeit als Bundespräsident mehrfach eine entschiedenere Rolle Deutschlands auf internationaler Bühne gefordert. „Die Bundesrepublik sollte sich als guter Partner früher, entschiedener und substanzieller einbringen“, hatte er etwa 2014 auf der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt.

RND/dpa

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue RND-App für Android und iOS herunter

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken