100 Milliarden für Bundeswehr

Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche: „Militärausgaben sind tote Ausgaben“

Seit September 2019 Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland: Friedrich Kramer

Der Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, steht den geplanten 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr kritische gegenüber.

Magdeburg. Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, steht steigenden Militärausgaben der deutschen Bundesregierung ablehnend gegenüber. „Ich glaube, dass die reine Logik der militärischen Stärke Deutschland nicht sicherer macht“, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Magdeburg. Militärausgaben bezeichnete er demnach als „tote Ausgaben“.

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Außerdem kritisierte Kramer den Einsatz der bisherigen Militärausgaben: „Für mich als Bürger bleibt es ein Rätsel, wie jedes Jahr fast 50 Milliarden Euro im Haushalt für die Bundeswehr eingeplant sind, und dann so wenig wirklich funktioniert.“ Wenn Deutschland sich zum Ziel setze, zwei Prozent seines Bruttoinlandproduktes in die Armee zu stecken, sollte die Hälfte davon für Gerechtigkeit, beispielsweise für Entwicklungsprojekte, ausgegeben werden.

Darüber hinaus ist es aus Sicht Kramers ein Fehler, Waffen an die Ukraine zu liefern. „Ich betone: Es geht hier allein um die deutsche Rolle. Esten, Litauer oder Letten etwa haben eine ganz andere historische Erfahrung, sie sind in einer ganz anderen Lage.“

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RND/epd/jw

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