30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen

Innenministerin Faeser: „Rechtsextremismus ist die größte extremistische Bedrohung unserer Demokratie“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (Archivbild)

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Berlin. Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat anlässlich des 30. Jahrestages der rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen die Gefahren des Rechtsextremismus betont.

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„Der Rechtsextremismus ist auch derzeit die größte extremistische Bedrohung unserer Demokratie. Die Gefahr von rechts darf niemand unterschätzen“, teilte die SPD-Politikerin am Montag mit. „Wir bekämpfen Rechtsextremismus mit aller Entschlossenheit.“

Die Angriffe in Rostock-Lichtenhagen vor 30 Jahren gehörten nach Faesers Ansicht zu den schlimmsten rassistischen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte. „Es ist bis heute erschütternd, dass kaum einer gegen den Mob einschritt“, teilte sie mit. Viele Schaulustige hätten sogar applaudiert und die Angreifer weiter angestachelt. „Der in Rostock-Lichtenhagen aufgeflammte rechtsextremistische Menschenhass wurde zum Fanal, ebenso wie das zögerliche und halbherzige Verhalten der Sicherheitskräfte und die zu geringe Empathie in Politik und Gesellschaft.“

RND vor Ort: Die Highlights aus dem Talk mit Innenministerin Faeser

Bundesinnenministerin Nancy Faeser stellte sich bei der Polit-Talk-Veranstaltung „RND vor Ort“ in Potsdam den Fragen von Kristina Dunz und Henry Lohmar.

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Polizei konnte Ausschreitungen nicht stoppen

Im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen hatten sich vom 22. bis 26. August 1992 immer wieder Rechtsextremisten und Schaulustige am sogenannten Sonnenblumenhaus versammelt, in dem die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber sowie vietnamesische Vertragsarbeiter untergebracht waren. Steine und Brandsätze wurden geworfen, rassistische Parolen gebrüllt, die Feuerwehr behindert. Der Polizei gelang es nicht, die Ausschreitungen zu stoppen.

RND/dpa

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