Evakuierung von Mariupol

Ukrainische Regierung wirft Russland Verstoß gegen Waffenruhe vor

Blick aus einem durch Granatenbeschuss zerbrochenen Krankenhausfenster in Mariupol, Ukraine.

Lwiw. Die ukrainische Regierung hat Russland einen Verstoß gegen die vom russischen Verteidigungsministerium bekanntgegebene Waffenruhe vorgeworfen. Die Evakuierung von Zivilisten in Mariupol sei eingestellt worden, teilte das Büro von Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag mit. „Die russische Seite hält sich nicht an die Waffenruhe und hat weiter auf Mariupol selbst und Umgebung geschossen“, sagte Kyrylo Timoschenko aus dem Präsidentenbüro. Russland habe sich auch nicht an die Vereinbarung für Wolnowacha gehalten, sagte die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk.

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Das russische Verteidigungsministerium hatte mitgeteilt, dass es sich mit ukrainischen Truppen auf Evakuierungsrouten für die südostukrainische Stadt Mariupol und die ostukrainische Stadt Wolnowacha geeinigt habe. Das Verteidigungsministerium gab an, der Beschuss sei von innerhalb Mariupol und Wolnowacha gegen russische Stellungen erfolgt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete.

Die Evakuierung solle „ab 10.00 Uhr Moskauer Zeit“ möglich sein, hatte das Verteidigungsministerium zuvor mitgeteilt. Wie lange die Evakuierung zugelassen werden sollte, wurde in der Erklärung nicht näher angegeben.

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Der Leiter der militärisch-zivilen Verwaltung von Donezk, zu der auch Mariupol gehört, teilte mit, die Waffenruhe dort werde bis 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr deutscher Zeit) gelten. Pawlo Kirilenko gab weiter an, ein humanitärer Korridor werde von Mariupol bis nach Saporischschja etwa 226 Kilometer entfernt reichen. Die Evakuierung auf diesem Weg sollte demnach um 11.00 Uhr (Ortszeit) anfangen.

RND/AP

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