Nach Tod von Ärztin Kellermayr

Esken fordert Bürger zu Solidarität mit Opfern psychischer Gewalt auf

Die „Gesellschaft muss zusammenstehen“: Saskia Esken, SPD-Bundesvorsitzende.

Die „Gesellschaft muss zusammenstehen“: Saskia Esken, SPD-Bundesvorsitzende.

Berlin. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat die Bürgerinnen und Bürger nach dem Tod der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr dazu aufgerufen, Opfern von psychischer Gewalt beizustehen und sie solidarisch zu unterstützen. „Diese mutige Frau hat sich letztlich so in die Enge gedrängt gefühlt, dass ein Suizid ihr als einziger Ausweg erschien“, sagte Esken dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Sie mahnte, die Gesellschaft dürfe die Betroffenen nicht alleine lassen.

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„Gesellschaft muss zusammenstehen“

„Auch als Gesellschaft müssen wir sichtbar zusammenstehen, wenn Menschen eingeschüchtert und Drohungen ausgesprochen werden, ob vor Ort oder im Internet“, forderte Esken. Gerade Frauen seien in der digitalen Welt oft einer solchen psychischen Gewalt ausgesetzt, wie sie auch die Medizinerin erlebt habe. „Das ist erschreckend“, sagte die Parteichefin.

Kellermayr war wegen ihres Engagements gegen die Corona-Pandemie im Internet zum Hassobjekt von Impfgegnerinnen und ‑gegnern geworden. Vor wenigen Tagen wurde die 36-Jährige tot aufgefunden, Medien liegen Abschiedsbriefe vor.

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Esken sagte, der Hass treffe nicht nur Menschen, die in der Öffentlichkeit stünden, sondern auch immer häufiger ehrenamtlich Aktive wie etwa Kommunalpolitikerinnen. „Im Kampf gegen diese Form der Gewalt müssen wir noch durchsetzungsfähiger werden.“ Mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz und der Pflicht zur Anzeige potenziell strafbarer Inhalte seien wichtige Schritte eingeleitet worden. Es müsse aber auch deutlich werden: „Wir sind die Mehrheit, und wir lassen uns das nicht gefallen.“

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