Energie-Krise

Verkehrsminister Wissing warnt vor verfrühtem Stopp russischer Energielieferungen

Bundesminister für Digitales und Verkehr, Volker Wissing (FDP).

Berlin. Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat vor einem überstürzten Stopp russischer Energielieferungen nach Deutschland gewarnt. „Es ist sinnvoll, sich energiepolitisch unabhängig zu machen von einem Staat wie Russland, der ohne mit der Wimper zu zucken Völkerrecht bricht und Menschenleben vernichtet“, sagte der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das kann kein verlässlicher Partner sein. Wir müssen uns aber die nötige Zeit nehmen, um unsere Energieversorgung neu zu gestalten.“

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Wissing warnte, sonst löse man Prozesse aus, „die uns selbst handlungsunfähig machen“. „Unser gesellschaftlicher Zusammenhalt darf nicht erodieren. Nichts wäre Herrn Putin lieber, als dass wir unsere Energiepolitik an die Wand fahren und ihm geschwächt gegenüberstehen.“

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Freitag von Fortschritten auf dem Weg zu weniger russischen Gas-, Öl- und Kohleimporten berichtet. Deutschland sei dabei, seine Energieabhängigkeit von Russland in hohem Tempo zu verringern und die Energieversorgung auf eine breitere Basis zu stellen, hieß es in einem „Fortschrittsbericht Energiesicherheit“ seines Ministeriums.

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Bis zum Sommer werden demnach die russischen Ölimporte nach Deutschland voraussichtlich halbiert sein. Mit dem Ende des Sommers und zum Herbst hin könne Deutschland komplett auf russische Kohle verzichten, sagte Habeck.

Beim Gas ist die Lage komplizierter. Der Anteil der russischen Gaslieferungen sank aber laut Ministerium bereits von 55 auf 40 Prozent. Bis zum Sommer 2024 könne es gelingen, bis auf wenige Anteile unabhängig von russischem Gas zu werden, sagte Habeck. Das hänge aber auch vom Tempo des Ausbaus der erneuerbaren Energien ab - sowie von einer konsequenten Senkung des Verbrauchs auf allen Ebenen.

RND/dpa

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