„Alleingänge nicht hilfreich“

Berliner Vorstoß zum 9‑Euro-Nachfolgeticket: Brandenburg will bundeseinheitliche Lösung

27.04.2020, Berlin: Eine Frau mit Mundschutz ist im U-Bahnhof Turmstraße in einer U-Bahn zu sehen. In Berlin gilt im öffentlichen Nahverkehr zur Eindämmung des Coronavirus die Pflicht für das Tragen einer Bedeckung von Mund und Nase.

Eine Frau in der Berliner U-Bahn. Die Stadt plant nach Angaben der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) ein lokales Nachfolgeangebot für das 9‑Euro-Ticket

Potsdam/Berlin. Brandenburg lehnt eine gesonderte Berliner Nachfolge für das 9-Euro-Ticket ab. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wandte sich gegen den Vorstoß aus der Hauptstadt und sagte der „Märkischen Oderzeitung“ („MOZ“/Samstag): „Hier muss ein bundeseinheitliches, attraktives und seriös finanziertes Modell gefunden werden, das für Flächenländer ebenso funktioniert wie für Stadtstaaten.“

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Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) zeigte sich ebenfalls irritiert. „Ich halte Alleingänge nicht für hilfreich“, sagte Beermann den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (Samstag). „Mit uns ist das nicht abgestimmt.“ Der „MOZ“ sagte er, zunächst müsse es darum gehen, angesichts steigender Energiekosten den Betrieb der Verkehrsunternehmen sicherzustellen.

Berlin plant Anschlussticket ab 1. Oktober

Auch die Fraktionschefin der Grünen im Landtag, Petra Budke, wandte sich gegen einen Alleingang. „Eine Übergangslösung muss für den ganzen VBB gelten und darf nicht an der Stadtgrenze von Berlin nach Brandenburg enden!“, schrieb sie bei Twitter. Budke warb für ein dauerhaftes und attraktives Angebot, um den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

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Berlin plant nach Angaben der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) ab 1. Oktober eine vom Land finanzierte Anschlusslösung für das 9-Euro-Ticket. Giffeys SPD schlug ein lokales Ticket für monatlich 9 Euro zumindest für die Stadt Berlin vor. Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) sagte aber im RBB, dass zunächst der Bund eine Anschlussregelung vorlegen müsse und es dann eine gemeinsame Lösung mit Brandenburg geben solle.

RND/dpa

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