Start der Erhebungsphase

Befragung für Zensus hat begonnen: 100.000 Interviewer unterwegs

"Zensus 2022" steht auf einem Tablet im Bayerischen Landesamt für Statistik, mit dem Erhebungsbeauftragte des Zensus, die Befragungen vor Ort durchführen. Diese besuchen die in der Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürger und erfassen die Daten mit einem Fragebogen.

Berlin. Die Befragungen für den Zensus 2022 haben begonnen. Die staatliche Erhebung der Daten zu Bevölkerung, Wohnraum, Mieten, Heizung, Bildung und Erwerbstätigkeit soll rund drei Monate dauern. Die Veröffentlichung aller daraus generierten Statistiken für Bund und Länder sei für November 2023 geplant, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Georg Thiel, am Montag in Berlin.

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Der Zensus 2022 ist keine klassische Volkszählung, wie es sie in der Bundesrepublik 1987 zum letzten Mal gab. Vielmehr werden wie bereits beim Zensus 2011 Daten, die in der Verwaltung ohnehin vorliegen - etwa beim Einwohnermeldeamt -, durch die Erhebung aktueller Informationen ergänzt.

Rund 100.000 Interviewer schwärmen dazu aus, um Menschen an ihrem Wohnort zu befragen. „Seien Sie freundlich zu den Erhebungsbeauftragten“, appellierte der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Statistik, Thomas Gößl, an die Bürgerinnen und Bürger. Die ehrenamtlichen Interviewer erfüllten eine wichtige Aufgabe für das Gemeinwohl. Schließlich würden da die Zahlen des Zensus unter anderem genutzt, um der Verwaltung und den politisch Verantwortlichen eine bessere Grundlage für die Planung von Kitas, Senioreneinrichtungen und Verkehrsinfrastruktur zu geben.

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Neben den Interviews gibt es auch eine zweite Befragung, in der es ausschließlich um das Thema Wohnen geht. Viele Wohnungs- und Hauseigentümer hatten in den vergangenen Tagen bereits Briefe mit Zugangscodes für ein Online-Formular erhalten, verbunden mit der Aufforderung, Angaben zur Größe der Wohnung, der Höhe etwaiger Mieteinnahmen sowie der Art der Heizung zu machen. Auch die Namen der Bewohner werden dabei abgefragt. Thiel versuchte Datenschutzbedenken auszuräumen. Er verwies auf das sogenannte Rückspielverbot. Dieser Grundsatz stellt sicher, dass einzelne Angaben weder an diejenigen öffentlichen Stellen zurück übermittelt werden dürfen, von denen sie ursprünglich stammen, noch an weitere Verwaltungsstellen weitergeleitet werden.

RND/dpa

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