„Märchendebatte“

Atom­wiedereinstieg: Grünen-Chef Nouripour mit klarer Ablehnung – aber auch Realismus

Wasserdampf steigt aus dem Kühlturm vom Atomkraftwerk (AKW) Isar 2. (Symbolbild)

Wasserdampf steigt aus dem Kühlturm vom Atomkraftwerk (AKW) Isar 2. (Symbolbild)

Berlin. Grünen-Chef Omid Nouripour sieht keine Zukunft für die Atomkraft. „Das Gerede über den Wiedereinstieg, über Atomkraft als angebliche Zukunftstechnologie, ist eine Märchendebatte“, sagte der Partei-Co-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er verwies auf Frankreich, wo aktuell viele Kernkraftwerke nicht in Betrieb sind, was mit Wartungen begründet wird.

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Nouripour stichelt gegen Söder

„Hätte Markus Söder konsequenter den Ausbau von Windenergie und Stromtrassen vorangetrieben, wäre die Stromversorgung in Bayern auch sicherer“, merkte Nouripour mit Blick auf den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef an. Die Zukunft gehöre den erneuerbaren Energien. In der umstrittenen Frage des Weiterbetriebs der verbleibenden drei deutschen Atomkraftwerke verwies der Grünen-Chef auf den laufenden Stresstest, dessen Ergebnisse man abwarten wolle. „Und dann entscheiden wir anhand der Fakten wie bisher.“

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EU-Parlament stuft Atomkraft und Erdgas als „klimafreundlich“ ein

Nach einer hitzigen Debatte im EU-Parlament gibt es nun eine Entscheidung: Atomkraft und Erdgas werden künftig EU-weit als klimafreundlich eingestuft.

Kurzfristiges Nutzen von Kohle notwendig

Die Stromproduktion mit Kohle, die die Bundesregierung vorantreiben will, um Gas zu sparen, sei aus klimapolitischer Sicht schwierig, räumte Nouripour ein. Es sei aber offensichtlich, dass dies kurzfristig nötig sei. „Gleichzeitig müssen wir an den Klimaschutzzielen mehr denn je festhalten, das zeigt dieser Sommer sehr deutlich mit Dürrekatastrophen und Waldbränden in vielen europäischen Ländern und auch hier bei uns.“ Deshalb beschleunige man den Ausbau der erneuerbaren Energien wie nie zuvor. „Aber wir brauchen nun einmal ein, zwei Jahre, um uns aus der Abhängigkeit von russischen fossilen Energieträgern zu lösen.“

RND/dpa

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