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30 Tote jedes Jahr

Erschreckende Bilanz in Grafiken: Wie oft es an US-Schulen zu Gewalttaten kommt

Schulattentate in den USA.

Uvalde. Es ist eine Tat, die man sich kaum vorstellen mag: In einer Grund­schule in Uvalde, einem Ort im Süden von Texas mit etwas mehr als 15.000 Einwohnern, hat ein Attentäter am Dienstag mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene erschossen. Der Schütze wurde von der Polizei getötet. Der Angreifer ist nach ersten Erkenntnissen ein 18 Jahre alter Mann. Die Anzahl der verletzten Personen haben die Behörden noch nicht veröffentlicht. Klar ist aber: Die Tat ist bei Weitem kein Einzelfall.

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Das bisher schlimmste Verbrechen dieser Art ereignete sich vor gut zehn Jahren. Beim Grundschul­massaker von Sandy Hook im Dezember 2012 starben 20 Kinder und sieben Erwachsene. Kurz danach, mit Beginn des Jahres 2013, beginnt die amerikanische Initiative Everytown Support Fund, die sich gegen Waffengewalt an amerikanischen Schulen einsetzt, akribisch Buch zu führen über die darauffolgenden tödlichen Vorfälle in Klassenzimmern.

Die erschreckende Bilanz der Statistik: In den vergangenen fast zehn Jahren ereigneten sich insgesamt 238 Schulattentate mit Toten in den USA. Keines der Attentate hatte jedoch mehr Tote zur Folge als der jüngste Angriff von Uvalde. Dieser Amoklauf ist schon jetzt, mit den vorläufigen Zahlen, tödlicher als der Angriff an der Highschool in Parkland in Florida im Jahr 2018, bei dem 17 Menschen umkamen, 14 davon Teenager.

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Seit 2013 sind laut der Statistik pro Jahr durchschnittlich 30 Personen an US-Schulen getötet worden. Das bisher folgen­schwerste Jahr war 2018 mit 61 Todes­opfern. Mehr als 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden zudem jedes Jahr verletzt.

Tote an US-Schulen: Texas trauriger Spitzen­reiter

Nach Kalifornien ist Texas der Staat in den USA mit der zweit­größten Bevölkerung. In der Rang­folge der Tötungen an Schulen ist der Staat an der mexikanischen Grenze hingegen trauriger Spitzen­reiter. Seit dem Jahr 2013 zählte der Everytown Support Fund bereits 57 Tote in Texas, darin enthalten die 21 Opfer von Uvalde.

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Nicht nur die jüngste Amoktat in Texas zeigt, dass schon Grund­schüler in den Vereinigten Staaten um ihr Leben fürchten müssen. Seit 2013 kamen an den sogenannten Elementary Schools 57 Kinder und Erwachsene durch Waffengewalt ums Leben. Weitaus häufiger wählten die Attentäter eine Highschool oder ein College beziehungsweise eine Universität als Schauplatz für ihr Verbrechen.

Nicht nur Schulen als Ziel: bisher 212 „Mass Shootings“ – in diesem Jahr

Schulen sind dabei nicht die einzigen Tatorte. Nach Auswertung des Everytown Support Fund finden die meisten Amok­läufe, nämlich rund 61 Prozent, in Privat­häusern statt, in der Öffentlichkeit sind es etwa 30 Prozent. Erst vor zehn Tagen etwa wurden in Buffalo in einem Supermarkt zehn Menschen erschossen.

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Nach Angaben der Datenbank The Gun Violence Archive, einer Non-Profit-Organisation, hat es mit dem Amoklauf am Dienstag in den USA in diesem Jahr bereits 212 „Mass Shootings“ gegeben. Anders als der Everytown Support Fund werden in dieser Zählung nur Ereignisse berücksichtigt, bei denen mehr als vier Personen durch Schusswaffen getötet oder verletzt wurden.

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14 „Mass Shootings“ nach Buffalo

Allein nach dem Vorfall in Buffalo vor zehn Tagen gab es 14 weitere „Mass Shootings“. Anfang Mai verzeichnete die Organisation für 2022 erschreckende Zahlen: 6296 Tote durch Schusswaffen, davon 325 erschossene Kinder und 1480 erschossene Teenager. Verletzt wurden 11.653 Menschen.

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Im vergangenen Jahr 2021 verzeichnete The Gun Violence Archive insgesamt 693 „Mass Shootings“ in den USA.

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RND/vkoe

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