„Gemeinsame Pflicht“

Jüdische und Palästinensische Gemeinde richten Unterkunft für Ukraine-Flüchtlinge ein

Im polnischen Grenzort Medyka stehen geflüchtete Menschen aus der Ukraine vor einem Bus. Fast 1,7 Millionen Menschen sind aus der Ukraine bisher in das Nachbarland geflohen – weit über 100.000 sind dann weiter nach Deutschland.

Hannover/Isernhagen. Für ein bundesweit einmaliges Projekt haben sich der Landesverband der jüdischen Gemeinde Niedersachsen und die Palästinensische Gemeinde Hannover zusammengeschlossen. Der Plan: Eine Unterkunft für geflüchtete Menschen aus der Ukraine herrichten. In einem ehemaligen Pflegeheim sollen bis zu 20 Geflüchtete unterkommen können, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet.

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„Das Schicksal der Menschen, die sich auf der Flucht aus ihrem umkämpften Heimatland befinden, bewegt uns zutiefst“, heißt es in einem gemeinsamen Brief der Initiatoren an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). „Juden und Palästinenser in Deutschland sehen es als ihre gemeinsame Pflicht an, den Menschen zu helfen.“

+++ Alle Entwicklungen zum russischen Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Derzeit renovieren Ehrenamtliche aus beiden Gemeinden das Haus. „Wir wollen Wände streichen, ein Spielzimmer für Kinder einrichten“, sagte Yazid Shammout von der Palästinensischen Gemeinde der „HAZ“. Der Co-Initiator spricht zudem von hilfsbereiten Nachbarn: „Die Solidarität ist groß.“

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Gruppen wollen ein gemeinsames Signal setzen

Im Hinblick auf Spannungen zwischen in Deutschland lebenden Ukrainern und Russen wolle man mit dem Projekt auch ein Signal setzen, heißt es. „Wir wollen zeigen, dass auch Gruppen, die nicht immer einer Meinung sind, sich gemeinsam für die Menschlichkeit einsetzen können“, so Shammout gegenüber der „HAZ“.

Schon weit mehr als 100.000 Menschen sind bislang aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Der größte Teil reist über Polen in die Europäische Union ein. Wie der polnische Grenzschutz am Sonntag mitteilte, haben sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine fast 1,7 Millionen Menschen in das sichere Nachbarland begeben.

RND/alx

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