DLRG warnt vor Gefahren

Mehrere Menschen sterben bei tödlichen Badeunfällen in Rhein und Neckar

Feuerwehrtaucher sind an der Stuttgarter Wilhelmsbrücke am Neckar bei einem Badeunfall im Einsatz.

Feuerwehrtaucher sind an der Stuttgarter Wilhelmsbrücke am Neckar bei einem Badeunfall im Einsatz.

Mainz/Wiesbaden. Auf der Suche nach Abkühlung im Rhein ist den zweiten Tag in Folge ein Mann ertrunken. In Höhe von Mainz und Wiesbaden wurde am Samstagabend die Leiche eines 28-Jährigen geborgen, der am Freitag bei Biebesheim (Kreis Groß-Gerau) in den Fluss gestiegen und kurz danach untergegangen sein soll. Am Donnerstag war ein 49 Jahre alter Mann ertrunken, der bei Bingen mit seinen zwei Kindern im Alter von acht und elf Jahren sowie einem weiteren Mann über eine Buhne im Rhein gelaufen und in den Fluss gestürzt war.

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Der 28-Jährige aus Darmstadt galt seit Freitagabend als vermisst. Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste, der Polizeifliegerstaffel Hessen und Streifen der Polizeidirektion Groß-Gerau waren an der Suche beteiligt.

„Die Gefahr des Wassers wird immer unterschätzt“

Polizei und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben angesichts der hohen Juni-Temperaturen eindringlich vor dem Baden im Rhein gewarnt. „Die Gefahr des Wassers wird immer unterschätzt“, sagte ein Polizeibeamter in Bingen. „Wenn es heiß wird, steigen die Unfallzahlen“, sagte ein DLRG-Sprecher. Besonders gefährlich seien Buhnen im Rhein – die im rechten Winkel zum Ufer angelegten Steinschüttungen dienen dem Uferschutz. Die sich dort bildenden Wirbel könnten Badende schnell erfassen. „Sie werden in die Fahrrinne gezogen, geraten in Panik und dann haben sie verloren“, erklärte der DLRG-Sprecher.

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So kommt es am Badesee zu tödlichen Unfällen – und so helfen Sie im Ernstfall

Beim Baden in unbewachten Gewässern kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Eine bestimmte Gruppe ist dabei besonders gefährdet.

Auch im Stuttgarter Neckar ist ein Mann gestorben. Der 50-Jährige wurde am Samstagnachmittag nach einer halben Stunde aus dem Wasser geborgen und starb nach einer erfolglosen Reanimation im Krankenhaus, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach Zeugenaussagen hatte er sich mit einem Bekannten in der Nähe der Wilhelmsbrücke getroffen, um Alkohol zu trinken und war unvermittelt in den Neckar gesprungen. Beim Rettungseinsatz waren zwei Feuerwehrtaucher, ein Polizeihubschrauber und mehrere Boote im Einsatz.

Auch in Badeseen gab es am Wochenende Unfälle: In Berlin kamen zwei zwei Menschen ums Leben, in Köln einer.

RND/dpa

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