Zerstörte Orte und Todesopfer

Schwere Waldbrände in Sibirien: Häftlinge helfen bei Löscharbeiten

Mehrere Ortschaften wurden bei den Waldbränden bereits zerstört.

Mehrere Ortschaften wurden bei den Waldbränden bereits zerstört.

Omsk. Immer mehr russische Regionen in Sibirien melden die Ausbreitung starker Waldbrände. In der Region Irkutsk am Baikalsee wüteten insgesamt 13 Brände auf einer Fläche von rund 700 Hektar, wie die Nachrichtenagentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf den Gouverneur des Gebiets, Igor Kobsew, berichtete. In der gesamten Region gilt bereits seit Samstag der Notstand, zwei Menschen sind bei einem Feuer in einer Gartenanlage ums Leben gekommen. Brände wurden auch aus den Regionen Kemerowo, Kurgan und Omsk gemeldet.

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Am angespanntesten ist die Lage nach wie vor in der Region Krasnojarsk. Dort sollen nach einem Bericht des Fernsehsenders NTW in der Ortschaft Gromadsk Häftlinge und Wachpersonal der örtlichen Gefängnisanstalt zu Löscharbeiten ausgerückt sein, weil die Feuerwehr überfordert gewesen sei. Insgesamt standen im Gebiet Krasnojarsk offiziellen Angaben zufolge zuletzt rund 1000 Hektar Wald und Steppe in Flammen. Mehrere Ortschaften wurden bereits zerstört. Bislang wurden aus der Region sieben Todesopfer gemeldet.

Im Gebiet Omsk wurde derweil der Bürgermeister der Stadt Nasywajewsk, Viktor Lupinos, nach einem verheerenden Brand festgenommen. Dem Politiker wird vorgeworfen, Brandschutz und Feuerbekämpfung nicht ausreichend organisiert zu haben. Das Feuer soll bereits am Freitag rund 100 Häuser in der Stadt und den anliegenden Ortschaften vernichtet haben.

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RND/dpa

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