Erste Erkenntnisse

Schwerer Unfall bei Halle mit drei Toten: Junioren-Fußballer ins Krankenhaus gebracht

09.06.2022, Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens verlädt das Wrack eines Pkw nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 14 bei Halle-Trotha. Bei einem schweren Unfall auf der A14 bei Halle sind am Donnerstag drei Menschen ums Leben gekommen. Zudem gab es 18 Verletzte, wie die Polizei mitteilte. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

09.06.2022, Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens verlädt das Wrack eines Pkw nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 14 bei Halle-Trotha. Bei einem schweren Unfall auf der A14 bei Halle sind am Donnerstag drei Menschen ums Leben gekommen. Zudem gab es 18 Verletzte, wie die Polizei mitteilte. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Halle. Nach dem schweren Unfall auf der Autobahn 14 bei Halle mit drei Toten und 19 Verletzten hat die Polizei erste Angaben zum Unfallhergang gemacht. Demnach sei ein Kleintransporter zwischen den Anschlussstellen Halle-Trotha und Halle Tornau auf ein Auto aufgefahren. Daraufhin wurde das Auto mit drei Insassen weggeschleudert und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug und einem weiteren Kleintransporter. Von dem Auto waren im Anschluss nur noch Reste zu erkennen. Die drei Insassen des Autos starben noch an der Unfallstelle. Sie kamen aus Leipzig und waren 53 bis 60 Jahre alt. Genauere Angaben könnten zurzeit noch nicht gemacht werden, da noch nicht alle Angehörigen der Verstorbenen kontaktiert werden konnten, sagte der Polizeisprecher.

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Insgesamt wurden bei dem Unfall 14 Menschen schwer und 5 leicht verletzt. Auch in den Unfall verwickelt war die B-Junioren-Fußballmannschaft des SV Fortuna Magdeburg. Bei den Fußballspielern handelt es sich um Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Die Mannschaft habe sich auf dem Weg zu einem Spiel in Merseburg befunden. Alle beteiligten Vereinsmitglieder seien ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Über die Schwere der Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt.

Verein gibt Entwarnung

Am Vormittag gab der Verein Entwarnung für einen Großteil der Spieler. Der Rest der Mannschaft werde im Laufe des Freitags hoffentlich nach Magdeburg zurückkehren, sagte ein Sprecher des Vereins. Sie waren größtenteils nach dessen Angaben mit leichten Verletzungen zur Beobachtung in einem Krankenhaus in Halle über Nacht geblieben. Ob sich einige Spieler auch schwere Verletzungen zugezogen hätten, konnte er nicht mit Gewissheit sagen.

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Der Verein äußerte sein Mitgefühl für die Beteiligten. „Unsere Gedanken“ sind bei jenen, die den schlimmen Unfall miterlebten, schrieb der Verein via Instagram. Der Hallesche FC wünschte auf Facebook den Angehörigen viel Kraft und den Verletzten eine schnelle Genesung. Zahlreiche Vereine schlossen sich dem an. Auch die Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg drückten ihr Mitgefühl aus.

Den Einsatzkräften bot sich bei den Rettungsarbeiten ein schockierendes Bild. An der Unfallstelle waren Menschen in Fahrzeugen eingeklemmt und Trümmerteile auf der Fahrbahn verteilt. Der Wagen mit den toten Insassen war letztlich kaum mehr als Auto zu erkennen. Die Front eines Kleintransporters war vollständig zerstört. Ein weiterer war in eine Leitplanke gekracht.

Auch eine Schadenssumme kann die Polizei nun nennen. Sie schätzt den Sachschaden auf 70.000 Euro. Ein Unfallgutachter sei bereits vor Ort gewesen, die Ergebnisse seiner Untersuchung seien am Freitag aber nicht mehr zu erwarten, sagte die Sprecherin.

Die Autobahn Richtung Dresden war wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten über Stunden voll gesperrt. Gegen 0.40 Uhr konnten die gröbsten Aufräumarbeiten beendet und die Sperrungen aufgehoben werden.

RND/dpa

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