Sorge um Freilandhaltung: Weiterer Geflügelpestausbruch in Schleswig-Holstein

Gänse vor einem bewölkten Himmel (Symbolbild).

Gänse vor einem bewölkten Himmel (Symbolbild).

Ist es bald vorbei mit der Freilandhaltung von Geflügel in Schleswig-Holstein? Seit mehr als über einem Jahr bedroht die Geflügelpest nun schon schleswig-holsteinische Nutztierbestände, wie die „Kieler Nachrichten“ (KN) berichten. Doch mit dem jüngsten Fund des Erregers in einer kleinen Haltung im Kreis Steinberg erreicht der Ausbruch eine neue Qualität.

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16 Enten und Hühner mussten Anfang dieser Woche in dem Steinberger Betrieb getötet werden, weil das Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 nachgewiesen worden ist – ein Erreger einer schweren Influenza-Erkrankung, an der Vögel massenhaft verenden können. Als Vorsichtsmaßnahme sind in einem Radius von zehn Kilometern Sperrzonen eingerichtet worden. Auch in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen wurden seit Mitte Oktober bereits in 34 Fällen Geflügelpesterreger an verendeten Wildvögeln nachgewiesen. Deshalb hat der Kreis Nordfriesland auch für einige Gebiete bereits ein Aufstallungsgebot verhängt. „Proben aus weiteren Kreisen (seien) in der Untersuchung“, wie das Kieler Landwirtschaftsministerium den „Kieler Nachrichten“ mitteilt.

Geflügelpest nun schon ganzjährig

Den letzten großen Ausbruch der Geflügelpest hat es im Winter 2016/2017 gegeben. Damals beschränkte sich das Pestgeschehen allerdings auf die Monate zwischen November und April und nicht wie jetzt auf ein ganzes Jahr. Bleibe die Lage weiterhin pandemisch und verbessere sich selbst im Sommer bei hoher UV-Strahlung nicht, dann könne dies laut Hans Peter Goldnick, Vorsitzender des Geflügelwirtschaftsverbands Schleswig-Holstein, vielleicht sogar das Ende der Freilandhaltung bedeuten, wie er bei den „KN“ andeutete.

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Dass sich das Geschehen besonders auf die Hauptverkaufszeit vor dem Martinstag am 11. November verschärfe, beutele viele Betriebe besonders, sagt Daniela Rixen von der Landwirtschaftskammer den Kieler Nachrichten. Das Fleisch müsse nun eingefroren werden, was niedrigere Erträge für die Landwirtinnen und Landwirte bedeute, da Tiefkühlware weitaus geringere Preise erziele.

RND/mhs

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