Putins langer Tisch sorgt für Diskussionen: Jetzt meldet sich der Hersteller zu Wort

Bundeskanzler Olaf Scholz verhandelt im Kreml mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin – an diesem langen Tisch.

Moskau. Die Bilder gingen um die Welt. Zunächst natürlich nicht wegen des Tisches, an dem erst der französische Präsident Emmanuel Macron und wenige Tage später Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gegenübersaßen, um für eine gewaltfreie Lösung im Ukraine-Konflikt zu werben. Aber der Tisch sorgte trotz der politischen Dimensionen der an ihm geführten Gespräche für Aufmerksamkeit. Denn er war so groß, dass die Pressefotografen und -fotografinnen im Weitwinkelbereich arbeiten mussten, um die Gesprächspartner gemeinsam auf ein Bild zu bekommen.

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Allein damit hat das Möbelstück schon genug Anlass für Diskussionen geboten – und für lustige Fotomontagen, die in den sozialen Netzwerken vielfach geteilt werden.

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Sechs Meter lang und 2,60 Meter breit

Gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere della sera“ hat sich nun der Schöpfer des Tisches zu Wort gemeldet. Renato Pologna aus dem italienischen Cantù (Como) ist Chef des Unternehmens Oak und hat sein Werk sofort erkannt: „Wirklich, ich erkannte ihn sofort, als ich ihn sah. Ich bin stolz darauf, ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass meine Arbeit im Hintergrund von etwas Wichtigem steht“, sagt er laut dem Bericht.

Manche Beobachter und Beobachterinnen fragten sich, wie weit die Staatsoberhäupter tatsächlich voneinander entfernt sitzen. Putin bestand auf die große Distanz, weil weder Macron noch Scholz noch mal einen russischen PCR-Test machen wollten, nachdem sie bereits einen gemacht hatten.

Der Tisch sei sechs Meter lang und 2,60 Meter breit, gibt Pologna gegenüber der italienischen Presse an. Die Tischplatte sei aus Holz und aus einem Stück gefertigt. „Das Oberteil ist ein Einzelstück, sehr schwierig zu handhaben. Weiß lackiert mit Blattgoldprofilen und handgefertigten Dekorationen auf der Oberseite.“

100.000 Euro wären für baugleichen Tisch fällig

Die Bauweise des Tisches habe außerdem nichts mit dem Abstandsgebot aufgrund der Corona-Pandemie zu tun, so der Möbelbauer. „Er mag für den Zweck nützlich sein, aber die Länge hat nichts mit der Pandemie zu tun. Ich habe ihn vor 25 Jahren gebaut.“ Es sei nicht seine einzige Arbeit für den Kreml gewesen. In den Jahren von 1995 bis 1997 habe Pologna die gesamte Residenz des Präsidenten mit Möbeln ausgestattet, insgesamt auf 7000 Quadratmetern über zwei Etagen.

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Der Auftrag aus dem Kreml habe Pologna damals „ein paar Milliarden Lire“ eingebracht, so die Zeitung. Eine Milliarde Lire wären nach heutiger Umrechnung etwa 500.000 Euro. Wer sich für einen Nachbau des langen Tisches interessiert, müsste auch tief in die Tasche greifen. Pologna schätzt gegenüber dem Medium, dass ein detailgetreuer Nachbau etwa 100.000 Euro kosten würde.

Die Fotomontagen und Kommentare in den sozialen Netzwerken zu seinem Werk hat der Möbelbauer auch verfolgt und findet Gefallen daran. „Ich habe gesehen, dass ihn jemand in eine Schaukel verwandelt hat. Brillant! Jemand anderes hat Lapdance-Stangen darauf gestellt. Sie haben es sogar in eine Eisstockbahn verwandelt. An dieser Stelle können wir sagen, dass es ein Tisch ist, der Kreativität entwickelt“, befindet Pologna.

Wenn das auch für die Protagonisten gilt, die an dem langem Tisch wegen des Ukraine-Konflikts verhandeln, geht möglicherweise auch Polognas Wunsch in Erfüllung: „Ich hoffe, mein Tisch bringt viel Glück, damit es keinen Krieg gibt.“

RND/che

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