Mutmaßlicher Axt-Angriff wegen Rap-Video: Prozess in Köln gestartet

Einer der drei Angeklagten sitzt vor Beginn eines Prozesses wegen einer mutmaßlich von einem Rap-Video ausgelösten Körperverletzung im Landgericht neben seinem Anwalt (r). Einer der drei Angeklagten soll sich von einem Rap-Video in seiner Ehre verletzt gefühlt haben. Die Angeklagten sollen daher einem Geschäftspartner des Rappers mit einer Axt gegen den Kopf geschlagen haben.

Einer der drei Angeklagten sitzt vor Beginn eines Prozesses wegen einer mutmaßlich von einem Rap-Video ausgelösten Körperverletzung im Landgericht neben seinem Anwalt (r). Einer der drei Angeklagten soll sich von einem Rap-Video in seiner Ehre verletzt gefühlt haben. Die Angeklagten sollen daher einem Geschäftspartner des Rappers mit einer Axt gegen den Kopf geschlagen haben.

Köln. Ein mutmaßlich von einem Musikvideo ausgelöster brutaler Angriff innerhalb der Rap-Szene ist seit Montag Gegenstand eines Strafprozesses vor dem Kölner Landgericht. Angeklagt sind drei Männer, denen die Staatsanwaltschaft gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vorwirft. Sie sollen im August 2016 einen Mann vor einer Shisha-Bar in der Kölner Innenstadt zusammengeschlagen haben - unter anderem mit der Rückseite einer Axt.

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Hintergrund soll laut Anklage das tags zuvor aufgenommene Video des Rappers KC Rebell mit dem Titel „Dizz da“ gewesen sein. Das spätere Opfer wird dem Umfeld des Musikers zugerechnet. Einer der Angeklagten habe sich von dem Video „in seiner Ehre verletzt“ gefühlt, erklärte die Staatsanwaltschaft am Montag. Unter dem Vorwand, die Aussprache zu suchen, soll der Mann das spätere Opfer aufgefordert haben, zu der Shisha-Bar zu kommen.

Prozess findet vor Jugendkammer statt

Als der Mann aus seinem Auto gestiegen sei, sei er von hinten von einem Angeklagten mit der stumpfen Seite einer Axt gegen den Kopf geschlagen worden. Anschließend sei dem Mann mehrmals gegen den Kopf getreten worden. Zudem erlitt er den Ermittlern zufolge unter anderem Stichverletzungen am Oberschenkel, eine Schnittwunde am Schulterblatt sowie Kopfverletzungen. Der Fall hatte damals für großes Aufsehen gesorgt. Von einer rheinischen Rapper-Fehde war die Rede.

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Weil einer der Angeklagten zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt war, findet der Prozess vor einer Jugendkammer des Landgerichts statt. Die Angeklagten wollten zunächst keine Angaben zu den Vorwürfen machen. Zeugen wurden am ersten Prozesstag nicht gehört. Bis Ende März sind weitere acht Verhandlungstage geplant.

RND/dpa

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