Kampf gegen Tschernobyl-Brände geht weiter: Nationalgarde und Armee unterstützen Feuerwehr

Rauchschwaden steigen von einem Waldbrand in der radioaktiv belasteten Sperrzone um das Kernkraftwerk Tschernobyl auf.

Rauchschwaden steigen von einem Waldbrand in der radioaktiv belasteten Sperrzone um das Kernkraftwerk Tschernobyl auf.

Tschernobyl/Kiew. Im Kampf gegen die Brände in der radioaktiv belasteten Sperrzone um das Atomkraftwerk Tschernobyl unterstützen nun auch Armee und Nationalgarde die ukrainische Feuerwehr. Die Flammen wüten bereits seit mehr als zwei Wochen. Mehr als 1200 Menschen waren am Mittwoch im Einsatz, wie der Katastrophenschutz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mitteilte. Es gab demnach fünf bekannte Schwelbrände.

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Mittels Drohnen überwachten Nationalgardisten das unbesiedelte Gebiet, um mögliche neue Brandherde sowie Brandstifter zu orten. Acht schwere Planierraupen der Armee gruben über 640 Kilometer Brandschutzschneisen in dem Waldgebiet. Die Behörden versicherten erneut, dass die Radioaktivität in den angrenzenden besiedelten Regionen unter den Grenzwerten liege.

Radioaktives Material wird aufgewirbelt

Durch die Feuer in dem verseuchten Gebiet wird radioaktives Material aufgewirbelt. Die Ärzteorganisation zur Verhinderung eines Atomkrieges warnte zuletzt vor einer radioaktiven Wolke über Europa. Nach ukrainischen Behördenangaben ist bisher eine Fläche von mehr als 11 500 Hektar verbrannt. Die Umweltorganisation Greenpeace ging von dem mehr als Vierfachen des Wertes aus.

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In den Vorjahren kam es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten der Sperrzone. Als Ursache wird oft Brandstiftung vermutet. Am kommenden Wochenende werden Regenfälle erwartet. In ukrainischen Medien wird immer wieder vermutet, dass die Brände zum Vertuschen von illegalen Abholzungen in der Sperrzone gelegt wurden.

Verstrahlte Landstriche um die Atomruine gesperrt

Nach der Explosion des Blocks vier in dem damals sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 wurden verstrahlte Landstriche um die Atomruine gesperrt. Infolge der größten Atomkatastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft gab es Tausende Tote und Verletzte. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt.

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RND/dpa

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