Fahrbahnen blockiert

Klima-Aktivisten kleben sich in Leipzig auf Straße fest - Feuerwehr greift zum Olivenöl

Umweltaktivisten der Gruppe „Letzte Generation" haben sich auf der Fahrbahn in Leipzig festgeklebt -  ein Feuerwehrmann versucht den Kleber mit Olivenöl zu lösen.

Umweltaktivisten der Gruppe „Letzte Generation" haben sich auf der Fahrbahn in Leipzig festgeklebt - ein Feuerwehrmann versucht den Kleber mit Olivenöl zu lösen.

Leipzig. Mehrere Klima-Aktivisten haben sich am Montagmorgen im Berufsverkehr in Leipzig auf eine Straße geklebt. Mit der Aktion wollten sie darauf aufmerksam machen, dass nur noch ein kurzes Zeitfenster existiere, um die Klimakatastrophe aufzuhalten. Aufgrund der Blockade habe es zunächst einige Staus gegeben, dann sei der Verkehr umgeleitet worden, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe. Es seien Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der Nötigung eingeleitet worden.

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Die Aktivisten bezeichnen sich als „Letzte Generation“. Jeweils zwei von ihnen blockierten eine der drei Spuren auf der vielbefahrenen Straße. Zwei hätten sich nur auf den Straße gesetzt, vier klebten sich mit der Hand am Belag fest, sagte Polizeisprecher Hoppe. Die Feuerwehr habe sie mit Olivenöl ablösen müssen. Die Straße war demnach ungefähr anderthalb Stunden blockiert. Alles sei aber „friedlich von der Bühne gegangen“, sagte der Polizeisprecher der „Leipziger Volkszeitung“.

Die Polizei konnte den Protest den Angaben zufolge friedlich beenden.

Die Polizei konnte den Protest den Angaben zufolge friedlich beenden.

„Rasen immer schneller in den Klimakollaps“

Die Aktivisten erklärten, es dürfe keine neue fossile Infrastruktur errichtet werden - insbesondere dürfe es keine neuen Öl-Bohrungen in der Nordsee geben. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) solle sich dazu bekennen. „Ich sitze heute hier auf der Straße, da wir mit immer weiter steigenden Emissionen immer schneller in den Klimakollaps rasen. Wir müssen damit aufhören. Daher darf es auch keine Bohrungen nach Öl in der Nordsee geben“, sagte Aktivistin Lina Schinköthe gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“.

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Eine weitere Straßenblockade gab es am Montag in Heidelberg. Der Rettungsdienst habe die Verklebung aber nach kurzer Zeit entfernt und die vier Aktivisten von der Straße gebracht, sagte ein Polizeisprecher. In Stuttgart verhinderte die Polizei eine Blockade. Die „Letzte Generation“ kündigte an, dass es ab jetzt ähnliche Aktionen jeden Montag in ganz Deutschland geben solle.

RND/dpa/seb

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