Ungewöhnliches Ende einer Verlobung

Ring steckt am Finger von Frau fest: Heiratsantrag endet im Krankenhaus

In drei Teile zersprungen: Dieser Verlobungsring aus Wolfram hat einer 42-jährigen Lehrterin und der Feuerwehr ziemlich viel Verdruss bereitet.

Der Verlobungsring aus Wolfram steckte am Finger der Frau fest.

Es sollte eigentlich ein ganz besonderer Moment werden, doch für ein Paar aus Lehrte bei Hannover nahm ein Heiratsantrag ein völlig unerwartetes Ende. Beide fanden sich schließlich in der Notaufnahme des dortigen Klinikums wieder. Der Grund war der feststeckende Verlobungsring am Finger der Frau, das Schmuckstück bestand aus dem sehr widerstandsfähigen Material Wolfram. Was folgte, war ein zweieinhalbstündiger Feuerwehreinsatz, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.

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Der Ring ließ sich, nachdem er einmal am Finger war, nämlich nicht mehr abziehen. So blieb dem Paar nichts anderes übrig, als sich am späten Abend des 6. März ins Krankenhaus zu begeben. Dort rief man umgehend die Feuerwehr, die dem Verlobungsring mit einer Fräse und einem Bolzenschneider zu Leibe rückte.

Dirk Siemon, der den Einsatz der Feuerwehr leitete, sagte der Zeitung: „Das Sägen mittels Druckluftfräse gestaltete sich als langwierige Millimeterarbeit.“ Bei einem Schmuckstück aus Gold oder Silber gehe das Fräsen recht schnell, aber mit Wolfram sei das etwas ganz anderes, so der Feuerwehrmann.

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Der Einsatz dauerte über zwei Stunden, auch weil sich weitere Probleme ergaben. Die Druckluftanschlüsse im Krankenhaus waren nicht kompatibel mit der Fräse der Feuerwehr. Deshalb benötigten die Retter eigene Druckluftflaschen, die normalerweise bei Bränden benutzt werden, wenn die Rettungskräfte in verrauchte Bereiche vordringen müssen. Da sich der Ring beim Fräsen schnell erhitzen kann, musste er zudem ständig gekühlt werden. Hierfür wurden insgesamt vier Liter Kochsalzlösung benutzt.

Gegen ein Uhr nachts hatte die Feuerwehr schließlich das Schmuckstück so weit, dass es mit einem Bolzenschneider aufgetrennt werden konnte. Der Finger der Frau blieb dabei unversehrt. Einsatzleiter Siemon sagte, dass die 42-Jährige die gesamte Prozedur „sehr tapfer ertragen“ habe. Und ihr Verlobter habe ihr sofort einen neuen Ring versprochen.

RND/sz

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