Hochstaplerin Anna Sorokin verklagt US-Behörde wegen Covid-Infektion

Die Hochstaplerin Anna Sorokin verklagt die US-Einwanderungsbehörde wegen ihrer Covid-Infektion.

New-York. Die deutsche Fake-Erbin Anna Sorokin will die US-Einwanderungsbehörde ICE aus dem Gefängnis heraus wegen einer Infektion mit dem Corona-Virus verklagen. Darüber berichtete zunächst der US-Sender NBC. Demnach hat sich die Hochstaplerin einer Sammelklage angeschlossen. Sorokin beschuldigt die Behörde, ihr trotz mehrfacher Bitten eine Auffrischungsimpfung verwehrt zu haben. Laut ihrer Aussage sei dies der Grund für ihre Covid-Erkrankung.

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Sorokin hatte sich in der New Yorker High Society als Millionenerbin Anna Delvey ausgegeben und Banken, Hotels und Freunde um 275.000 Dollar betrogen. Dafür wurde die im deutschen Eschweiler aufgewachsene Tochter eines russischen LKW-Fahrers 2019 zu vier bis zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

Sorokin verklagt US-Behörde

Nun reichte Sorokin mit drei anderen Personen Klage gegen die US-Einwanderungsbehörde ein. Demnach wurde die 31-Jährige im Januar positiv auf das Corona-Virus getestet. Sie habe unter „Fieber, anhaltendem Husten, Übelkeit, Migräne und Körperschmerzen“ gelitten. Sorokins Anwälte erklären zudem, dass sie auch über die Quarantäne hinaus mit den Folgen der Covid-Erkrankung zu kämpfen hatte. Dazu zählen laut der Sammelklage Symptome wie „Müdigkeit, Husten, Gehirnnebel und Kurzatmigkeit“.

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Laut der Anwälte gilt Sorokin aufgrund eines chronischen Nierenleidens als Risikopatientin, zudem leide sie unter Depressionen, Angstzuständen und einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Netflix-Serie über Anna Sorokin

Sorokin kam 2021 wegen guter Führung und unter Berücksichtigung ihrer Untersuchungshaft vorübergehend frei. Kurz nach ihrer Freilassung inszenierte sie in den sozialen Medien erneut einen Luxuslifestyle. Doch nur wenige Wochen später wurde die verurteilte Hochstaplerin von der US-Einwanderungsbehörde erneut festgenommen, weil sie die USA nicht verließ, obwohl ihr Aufenthaltsrecht nicht mehr gültig war. Statt abgeschoben zu werden, ging sie erneut ins Gefängnis und beantragte Asyl. Die Entscheidung steht noch aus.

Sorokins Leben wurde in der neunteiligen Netflix-Serie „Inventing Anna“ verfilmt. Dafür erhielt sie eine Beratungsgebühr in Höhe von 320.000 Dollar, mit denen sie ihren Opfern das Geld zurückzahlte.

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