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Verhandlung vor Landgericht Hannover

Cousins sollen 20‑Jährige in Kleingarten vergewaltigt haben

Hussein J. soll eine 20‑Jährige brutal vergewaltigt haben.

Hannover. Vor dem Landgericht Hannover müssen sich zurzeit zwei Männer wegen einer besonders schweren Vergewaltigung verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, in einer Kleingartenkolonie bei Mühlenberg eine 20‑jährige Frau brutal missbraucht zu haben. Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober 2018 sollen der heute 23‑jährige Hassan J. und sein 24‑jähriger Cousin Mustapha J. ihr Opfer laut Anklage widerstandsunfähig gemacht und dann gemeinschaftlich vergewaltigt haben, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ).

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Bislang waren die Cousins auf freiem Fuß, erst am Dienstag kamen sie in Untersuchungshaft. Der Richter begründete den Schritt mit einer Fluchtgefahr wegen der zu erwartenden hohen Freiheitsstrafe.

Die Ermittler konnten im Intimbereich des Opfers DNA-Spuren von Mustapha J. sicherstellen, außerdem werteten sie Handydateien aus, darunter drei Videos der Tat sowie Chatverläufe vor und nach der Tat. Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, soll die 20‑Jährige vorsätzlich betrunken gemacht worden sein. Mustapha J. habe eine Nachricht verschickt mit den Worten: „Wir haben sie so abgefüllt, die war fertig.“ Gleichzeitig sei auch die benommene Stimme des Opfers zu hören.

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Nach Angaben der Ermittlerin, die den Fall 2019 übernommen hatte, konnte sich die junge Frau nicht an die Ereignisse im Kleingartenverein erinnern. „Sie hatte sich zum Chillen mit den beiden Männern verabredet.“ Die Frau sei von einem herbeigerufenen Freund der beiden Angeklagten nach Mitternacht am 14. Oktober 2018 bewusstlos am Boden vorgefunden worden.

Verteidiger stellt Befangenheitsantrag

Die langen Ermittlungen begründete eine 38‑jährige Kriminalhauptkommissarin vor Gericht mit zu hoher Arbeitsbelastung und schlechter technischer Ausrüstung. „Wir hatten nur ein Auswertegerät auf der Dienststelle.“ Außerdem habe sich der Verdacht zunächst gegen einen Unschuldigen gerichtet.

Am Mittwoch sollten sich eigentlich die Angeklagten zum Tatgeschehen äußern. Stattdessen formulierte der Anwalt von Mustapha J. allerdings einen Befangenheitsantrag gegen die 2. Große Jugendkammer am Landgericht Hannover, berichtet die „HAZ“. „Das Verfahren ist jetzt fast dreieinhalb Jahre alt. Mein Mandant hat sich immer dem Verfahren gestellt. Es sind keine neuen Beweismittel ins Verfahren eingeführt worden“ – deshalb halte er die Verhaftung seines Mandanten für überzogen.

RND/sz

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