„Enorme Herausforderung“

Eine Woche nach Karneval: Rund 700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Uniklinik Köln in Quarantäne

In der Kölner Uniklinik fallen derzeit rund 700 Beschäftigte aufgrund von Corona aus (Archivbild).

In der Kölner Uniklinik fallen derzeit rund 700 Beschäftigte aufgrund von Corona aus (Archivbild).

Köln. An der Uniklinik Köln müssen derzeit etliche Behandlungen von Patienten und Patientinnen verschoben werden. Der Grund: 689 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Klinikums befinden sich derzeit in Corona-Quarantäne oder sind selbst an Corona erkrankt, wie Klinikleiter Edgar Schömig gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ bestätigte.

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Das fehlende Personal wirke sich demnach auch auf geplante Operationen aus. „Die große Anzahl an gleichzeitig fehlenden Mitarbeitern ist eine enorme Herausforderung“, sagte Schömig dem Onlineportal „T‑Online“. Laut der eigenen Website sind derzeit um die 10.000 Personen bei der Uniklinik angestellt. In welchen Bereichen die knapp 700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen genau ausfallen, ist nicht bekannt.

Sprunghafter Anstieg der Corona-Zahlen in Köln

Die Anzahl der Corona-Infektionen in der Millionenstadt war zu Beginn der Woche sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag bei 2332,7 – und damit um rund 200 höher als noch am Vortag. In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen lag der Wert am Sonntag (6. März) sogar bei einem extrem hohen Wert von 5024,3. Viele Stimmen brachten daraufhin die Karnevalsfeierlichkeiten vom Wochenende zuvor mit dem starken Anstieg an Neuinfektionen in Verbindung. Die Stadt selbst hatte am Freitag erklärt, der ausgeprägte Anstieg in der Altersklasse könne „ein Anzeichen für Ansteckung im Zusammenhang mit Karneval sein“. Auch der Direktor der Kölner Uniklinik sehe dort einen Zusammenhang, wie er „T‑Online“ mitteilte. Sicher feststellbar sei das aufgrund der schwierigen Kontaktverfolgung jedoch nicht, erklärte die Stadt Köln weiter.

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Auch andere Krankenhäuser in Köln meldeten vermehrt Ausfälle beim Personal. So hätten auch die städtischen Kliniken in Holweide und Merheim und das Kinderkrankenhaus in der Amsterdamer Straße wegen zahlreicher Corona-Fälle geplante Operationen verschieben müssen, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete. „Derzeit können wir aber rund 70 bis 80 Prozent der geplanten Operationen durchführen“, betonte Klinikdirektor Horst Kierdorf gegenüber dem Blatt.

RND/al

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