Koreanischer Sender bedauert „unangemessene“ Bilder von Olympia

Spieler von Südkorea und Rumänien beim olympischen Fußballturnier.

Spieler von Südkorea und Rumänien beim olympischen Fußballturnier.

Seoul. Der südkoreanische Fernsehsender MBC hat sich für eine Reihe von selbst eingestandenen Missgriffen bei der Berichterstattung über die Olympischen Spiele in Tokio entschuldigt. Zuerst entschuldigte sich der Geschäftsführer des öffentlich-rechtlichen Senders, Park Sung Jae, am Montag in Seoul dafür, zum traditionellen Einmarsch der Athleten bei der Eröffnungsfeier am Freitag, „extrem unangemessene Bilder und Bildtexte“ gezeigt zu haben, die jede teilnehmende Nation näher beschreiben sollten.

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So wählte der Sender eine Grafik zur Atomkatastrophe von Tschernobyl im April 1986, als die Mannschaft der Ukraine einzog. Die Explosion im damals noch sowjetischen Kraftwerk Tschernobyl gilt als die größte Katastrophe der zivilen Nutzung der Kernkraft. Auch verwies der Sender unter anderem mit einem Bild auf die aktuelle politische Situation in Haiti nach dem Tod von Präsident Jovenel Moïse beim Einzug der Delegation des Karibikstaats.

Sender kündigt Untersuchung an

Ungeachtet der Kritik in den Sozialen Medien an diesen Bildern folgte am Sonntag eine ebenfalls umstrittene Einblendung zum Spiel der Fußball-Auswahl Südkoreas gegen Rumänien (4:0). Der Bildtext „Danke, Marin!“ bezog sich auf den rumänischen Spieler Marius Marin, dem ein Eigentor zur 1:0-Führung der Südkoreaner unterlaufen war.

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Er habe bereits Briefe mit einer Entschuldigung an die Botschaften der Ukraine und Rumäniens in Südkorea gesandt, sagte Park. Ein Brief an Haiti sei noch nicht erfolgt, da das Land nicht mit einer Gesandtschaft in Seoul vertreten sei. Er entschuldige sich mit gesenktem Haupt zutiefst bei den Menschen, „die wegen unserer rücksichtslosen und nachlässigen Übertragung“ verletzt und bei den Zuschauern, die vom Sender enttäuscht worden seien. Park kündigte an, dass es eine Untersuchung geben werde.

RND/dpa

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