Mit Notfallplänen gegen Personalengpässe: Wie deutsche TV-Sender der Corona-Welle trotzen

„RTL Direkt"-Moderator Jan Hofer fällt wegen einer Corona-Infektion aus.

„RTL Direkt"-Moderator Jan Hofer fällt wegen einer Corona-Infektion aus.

Berlin. Die hohen Corona-Infektionszahlen in Deutschland machen sich auch bei Moderationen und in den Redaktionen von TV-Sendern bemerkbar. Die Medienhäuser arbeiten zugleich daran, größere Programmausfälle, die es bislang offensichtlich noch nicht gab, weiter zu vermeiden.

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Von RTL Deutschland hieß es auf dpa-Anfrage: „Einen kurzfristigen Programmausfall befürchten wir derzeit nicht.“ Zugleich gehe man im Showbereich und vor allem bei fiktionalen Produktionen von einem Anstieg neuer Infektionen aus. „Mit entsprechenden Konzepten und Anpassung von Arbeitsabläufen arbeiten wir ständig daran, Infektionen und Quarantänesituationen entsprechend aufzufangen und Produktionsausfälle zu vermeiden.“

Oberste Priorität: Programmausfälle weitestgehend vermeiden

Prominentes Beispiel für eine Corona-Infektion ist der RTL-Fernsehmoderator Jan Hofer, wie am Mittwoch bekannt wurde. Er fällt in der kommenden Woche als Anchorman der Nachrichtensendung „RTL Direkt“ aus. Auch bei anderen Sendern gab es schon Fälle bei Moderationen.

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Von der ARD hieß es, dass Redaktionen und Technik alles tun, um unter schwierigen Bedingungen die Programme am Laufen zu halten. „In allen Häusern liegen Notfallpläne in der Schublade, wir sind aber froh, sie noch nicht anwenden zu müssen.“ Es gebe Ausfälle von einzelnen Beiträgen, gegebenenfalls tausche man an der einen oder anderen Stelle eine Moderation, aber die Gesamtprogramme seien weitestgehend intakt.

Personalengpässe bei ZDF und SWR

Der Intendant des Südwestrundfunks, Kai Gniffke, hatte kürzlich in einem Blog mitgeteilt: „Auch bei uns im SWR drohen erhebliche Personalengpässe durch Infektionen und Quarantäne.“ Es könne in den kommenden Wochen sein, dass Havarie-Szenarien Wirklichkeit werden.

Das ZDF teilte vor Tagen auf Anfrage mit, dass durch rechtzeitig ergriffene Maßnahmen derzeit sämtliche Programmvorhaben umgesetzt werden können. Zugleich steigen demnach die Fallzahlen im Sender und es kommt in Teilen zu personellen Engpässen. „Daher ist nicht auszuschließen, dass es vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in den kommenden Wochen zu Einschränkungen im Sendebetrieb kommen kann.“ Um dies zu vermeiden, greife das ZDF bei Bedarf auf Havariepläne zurück.

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ProSiebenSat.1 setzt auf Homeoffice

Von der Entertainment-Sparte bei ProSiebenSat.1 hieß es vor Tagen, dass zur Vorsicht mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter am Standort Unterföhring bei München im Homeoffice seien. Für alle Show- und Film-Produktionen gebe es individuelle Hygienekonzepte. Trotzdem könne es passieren, dass man eine Produktion unterbrechen müsse, weil zu viele Mitarbeiter in Quarantäne oder krank seien. Zuletzt hatte es mit dem Moderator Elton einen Ersatz für Sebastian Pufpaff in der Sendung „TV Total“ gegeben. Moderator Pufpaff hatte sich mit Corona infiziert.

RND/dpa

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