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Wehret dem Imperium!

Entführung, Errettung, Entführung – die vierte Folge von „Obi-Wan Kenobi“ ist da

Noch nicht ganz bei Macht und Kräften: Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) muss in Folge vier der Serie „Obi-Wan Kenobi“ ein weiteres Mal Prinzessin Leia aus den Klauen des Imperiums retten.

„Mein Vater ist ein Senator. Ich bin eine Prinzessin von Alderaan!“ Die kleine Leia Organa setzt auf Einschüchterung durch Adelstitel. Da hat sie die Rechnung nicht mit Reva alias „Die Dritte Schwester“ gemacht, eine Inquisitorin des Imperiums, die Großinquisitorin werden möchte und dabei problemlos auch über Kinderleichen geht – und seien es die von Prinzessinnen. Wir sind in Folge vier der aktuellen „Star Wars“-Serie „Obi-Wan Kenobi“. Leia wurde in die Inquisitorenfestung auf einem Wassermond verschleppt, Obi-Wan hat beim Duell mit Darth Vader Brandwunden erlitten und muss zwecks Heilbad erst mal in einen Tank. Leia ist in Lebensgefahr und dem Leser dieser Zeilen drohen immerhin Spoiler zuhauf! Also: Spoileralarmstufe Rot! Weiterlesen nicht ohne Risiko!

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Bisherige Handlung der Serie: Darth Vader sucht den mythischen Jedi Obi-Wan (seinen Lehrmeister aus den guten alten Zeiten der Republik), der sich unter dem Pseudonym Ben versteckt und erst jetzt erfahren muss, dass sein mörderischer Ex-Schüler das Duell auf dem Vulkanplaneten („Star Wars Episode III: Die Rache der Sith“) zehn Jahre zuvor überlebt hat. Die kleine Leia, Tochter von Anakin/Darth Vader und Senatorin Padme, Schwester von Luke Skywalker, wird entführt. Anakin rettet sie, flieht mit ihr, dabei wird ihm von der ernüchterten Imperiumsschergin Tala, die in ein Widerstandsnetz verstrickt ist, geholfen. Hilft nichts, die Inquisitoren samt Darth Vader stellen Obi-Wan. Dann kommt das eingangs erwähnte Lichtklingenkreuzen, in dem diesmal Obi-Wan alt aussieht. Und wieder wird Leia entführt. Abwechslungsreich geht anders, liebe Serienchefin Deborah Chow!

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Folge vier, abzüglich Vorspann und kinolangem Abspann schlanke 30 Minuten lang, erzählt, wie Leia ein weiteres Mal gerettet werden kann. Und das ist möglich, weil das Imperium damals schon wie später beim ersten Todesstern („Episode IV: Eine neue Hoffnung“) auf totale Abschreckung setzt statt auf ausreichende Absicherung. Mit etwas Chuzpe landet Tala ihr Schiff im Hangar der Inquisitorenfestung, mit etwas Nachdruck im Ton kommt sie am eben noch recht bissigen Sicherheitschef vorbei und kann dann nahezu ungestört an einem Computer in einem menschenleeren Nebensaal einen Tauchgang Obi-Wans in eine Wasserschleuse ermöglichen.

Vorhersehbare Handlung aber schnittiges Design

Während diese eher langweilige und vorhersehbare Befreiungsaktion abläuft (ja, es gehen auch diesmal einige Stormtrooper in die Knie), bewundern wir vom Publikum mal lieber die spiegelnde Schwärze der Festungsfußböden. Hier haben Designprofis designt, hier haben Putzprofis gewachst. Leider erzählen hier keine Erzählprofis. Die Figuren sind hölzern, ihre Dialoge oft steif wie Vaders Knobelbecher. Immerhin scheint die Macht wieder etwas mehr mit Obi-Wan zu sein. Er schafft es nicht nur, einen Wassereinbruch zu verzögern, sondern auch olympionikenflink vor dem flutartig einbrechenden Wassermassen wegspurten zu können.

Na ja und als dann doch alles verloren scheint, kommt wieder mal die Raumschiffkavallerie und rettet die dringend zu Rettenden im allerletzten Sekundenbruchteil – echt jetzt? – vom Wassermond. Verständlicherweise ist Darth Vader stinksauer auf „die dritte Schwester“, der er eine spontane Luftröhrenverengung samt Levitation per Telekinese angedeihen lässt. „Ich hab’ doch“, röchelt die Schwester, „einen Peilsender installiert“.

„Wie es scheint, habe ich dich unterschätzt“, räumt Vader ein, den Griff zwar lockernd, aber nicht ohne nochmalige Rückversicherung. „Bist du sicher, dass der Peilsender bei ihnen ist?“ Eins ist auch ihm klar: Leute wie er, die man besser nicht anlügt, werden schon mal angelogen.

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Die bislang wellenartig verlaufende Handlung lässt für die beiden fehlenden Folgen Folgendes erwarten: Eine (oder zwei) Entführung(en) von Leia inklusive Errettung. Plus ein Lichtschwertduell von Obi-Wan mit Darth Vader, das für keinen der Beteiligten – man weiß es dank „Episode vier: Eine neue Hoffnung“ tödlich ausgehen wird. Obwohl wir hier nicht mehr so recht an Überraschungen glauben, würden wir uns gern überraschen lassen, liebe Deborah Chow!

„Star Wars: Obi-Wan Kenobi“, Folge vier, Regie: Deborah Chow, mit Ewan McGregor, Indira Varma, Hayden Christensen, Moses Ingram, Vibien Lyra Blair (streambar seit 8. Juni)

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