Symbolisches Geschenk für den Kanzler

Nach TV-Auftritt: Olaf Scholz bekommt Einhornbild geschenkt

Bundeskanzler Olaf Scholz erhielt in einer Sonderausgabe von "RTL direkt" ein besonderes Geschenk.

Bei seinem zweiten TV-Auftritt innerhalb weniger Tage stellte sich Bundeskanzler Olaf Scholz am späten Montagabend bei „RTL direkt“ den Fragen von Zuschauern und Studiogästen. Neben Themen wie der SPD-Schlappe in Nordrhein-Westfalen und der Verschuldung des Landes kam abermals der Krieg in der Ukraine zur Sprache. „Wir müssen uns Sorgen machen, dass es eine Eskalation des Krieges gibt“, warnte Scholz in dem von Pinar Atalay moderierten Format. Es seien noch mehr Kämpfe und Zerstörung zu befürchten. Bisher sei die Einsicht, „dass man das jetzt hier so schnell wie möglich beendet“, nicht zu erkennen, sagte Scholz zu einem möglichen Ende des Krieges.

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Russland dürfe den Krieg nicht gewinnen, betonte Scholz in der Sendung, die unter der Frage „Kann der Kanzler Krise?“ beworben wurde. Für ihn sei „ganz klar“, dass es für Russland nur einen Ausweg aus der Situation gebe: „Wenn es sich mit der Ukraine verständigt“ Es werde „nicht funktionieren“, dass die Ukraine in einer Art „Diktatfrieden“ Gebiete abgeben müsse, so der Bundeskanzler. Bis der russische Präsident Wladimir Putin dies eingesehen habe, werde man die Ukraine mit Waffen zur Verteidigung beliefern. Unvermeidlich war dabei auch das Thema der schweren Waffen: „Können Sie sagen, ob die Panzer in drei Wochen da sind?“, hakte Atalay nach. Scholz hielt seine Antwort knapp: Man arbeite daran, dass der Flugabwehrpanzer Gepard „relativ zügig“ geliefert werde.

Seitenhieb gegen Merz

Geladen in die Sendung war (unter anderem neben einem Stahlarbeiter und einer Alleinerziehenden) auch die ukrainische Geflüchtete Viktoriia Prytuliak, die einen Besuch Scholz‘ in der Ukraine stark befürworten würde. Der Kanzler verwies darauf, dass er viele Stunden mit dem ukrainischen Präsidenten telefoniert habe - und kommentierte, nicht ohne Seitenhieb gegen CDU-Chef Friedrich Merz: „Ich werde mich nicht einreihen in eine Gruppe von Leuten, die für ein kurzes rein und raus mit einem Fototermin was machen. Sondern wenn, dann geht es immer um ganz konkrete Dinge.“ Bei einem Besuch vor Ort komme es darauf an, „dass konkret was vorangebracht wird“.

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Zur Sprache kam zudem die Situation der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland: Deren Integration könne nur dann gelingen, wenn alles schnell funktioniere, sagte Viktoriia Prytuliak, die darauf verwies, dass es ohne das Engagement der ehrenamtlich Arbeitenden aktuell nicht ginge. Auf ihre Forderung, dass nun die Unterstützung des Staates gefragt sei, erklärte Scholz: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das gut managen werden“, sagt Scholz. Ab kommendem Monat gebe es nun die Möglichkeit schnellerer Jobvermittlung und Schulung von Geflüchteten.

Einhornbild zum Abschied

Am Ende der Sendung gab es dann noch ein kleines und überaus symbolisches Geschenk für den Kanzler: Viktoriia Prytuliaks neunjährige Tochter Vera überreichte Olaf Scholz hinter den Kulissen ein selbstgemaltes Bild. Es zeigte ein buntes Einhorn: „Auch wenn es Einhörner natürlich nicht gibt, in der Märchenwelt können sie Wunder vollbringen. Das wünsche ich mir manchmal auch von der Politik“, erklärte Viktoriia Prytuliak.

RND/Teleschau

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