Wolfsburg-Marathon

Warum dem Wolfsburg Marathon ein deutlicher Qualitätsverlust droht

Weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebt: Der Marathon zieht jährlich Tausende Besucher nach Wolfsburg – die Stadt will die Förderung für die Veranstaltung jetzt aber kürzen.

Weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebt: Der Marathon zieht jährlich Tausende Besucher nach Wolfsburg – die Stadt will die Förderung für die Veranstaltung jetzt aber kürzen.

Wolfsburg. Wirbel um den Wolfsburg-Marathon: In Zeiten des Spardrucks sieht die Stadtverwaltung in ihrem Haushaltsentwurf eine Kürzung der Fördergelder für die weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebte Laufveranstaltung vor. Statt wie zuvor mit 70.000 Euro will die Stadt den Veranstalter VfL Wolfsburg für den Marathon am 8. September nur noch mit 30.000 Euro unterstützen.

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Zwar sei der Marathon eine bedeutende Veranstaltung, diese müsse aber vielleicht etwas kleiner ausfallen, erkärte Reiner Brill, Geschäftsbereichsleiter. Sport, am Dienstagabend im Sportausschuss. Für den VfL käme die Kürzung der Gelder einer Katastrophe gleich. Die Organisatoren stecken bereits mitten in den Planungen, erste Anmeldungen für das Lauf-Event sind schon lange eingegangen. Mit der Kürzung könne der Marathon nicht in der gewohnten Qualität ausgerichtet werden.

Politik setzt sich für stärkere Förderung ein

Dass der Großveranstaltung aber das Aus droht, darf bezweifelt werden. Der Haushalt befindet sich bislang nur in der ersten Lesung. Den Reaktionen der Vertreter des Sportausschuss war am Dienstagabend bereits zu entnehmen, dass sie sich für ein stärkere Förderung einsetzen werden.

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Niemand könne ernsthaft wollen, dass die Veranstaltung gefährdet wird, sagte etwa der Ausschussvorsitzende Werner Reimer (CDU). „Der Marathon ist eine wichtige Veranstaltung, er muss unbedingt stattfinden“, mahnte auch sein Parteikollege Stefan Kanitzky. „Vielleicht sollten die städtischen Töchter stärker mithelfen“, schlug Ingolf Viereck (SPD) vor.

Schon am Mittwoch ließ die SPD ein schriftliches Bekenntnis folgen. „Beim Marathon handelt es sich um eine der größten Wolfsburger Breitensportveranstaltungen mit überregionaler Ausstrahlung – dieses Event muss auf jeden Fall erhalten bleiben“, betont Viereck darin. Schon seit Wochen versuche die SPD, weitere Sponsoren aufzutreiben.

VfL ist zu Einsparungen bereit

Gleichzeitig ist der VfL zu Einsparungen bereit und will prüfen, ob auch mit einem geringeren Budget eine ebenso hochwertige Veranstaltung ausgerichtet werden kann. „Es muss doch möglich sein, auch in Zeiten geringer städtischer Mittel, Lösungen zu finden, damit der Wolfsburg-Marathon in der gewohnt hohen Qualität angeboten werden kann“, findet auch SPD-Fraktionschef Hans-Georg Bachmann.

Bis zur nächsten Sitzung des Sportausschusses und damit der zweiten Lesung des Haushaltsentwurfs wird Klarheit hinsichtlich der Finanzierung des Marathons erwartet.

Von Steffen Schmidt

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