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Verkehr

VW-Betriebsrat fordert Mobilitätskonzept für Nordkopf

VW-Parkplätze an der Heinrich-Nordhoff-Straße: Mehr als 5000 Pkw-Stellplätze sollen durch  den Umbau des Nordkopfs wegfallen.

VW-Parkplätze an der Heinrich-Nordhoff-Straße: Mehr als 5000 Pkw-Stellplätze sollen durch den Umbau des Nordkopfs wegfallen.

Stadtmitte.Das Projekt „Quartier der Zukunft“ am Nordkopf hat auch die Rückendeckung des VW-Betriebsrats. „Wir unterstützen das Projekt ausdrücklich. Wolfsburg muss sich weiterentwickeln und noch attraktiver werden. Das ist für die Belegschaft und vor allem im Bezug auf den Wettbewerb um Zukunftsarbeitsplätze und Fachkräfte wichtig“, sagte die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo am Donnerstag der WAZ. Ersatz für die Parkplätze an der Heinrich-Nordhoff-Straße sei allerdings unabdingbar. Hier fordert der Betriebsrat ein innovatives, zukunftsfähiges Mobilitätskonzept.

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Ein Projekt dieser Größenordnung könne nur funktionieren, wenn die Akzeptanz innerhalb der VW-Belegschaft und der Bevölkerung gewährleistet sei, so Cavallo. „Bei dem Projekt darf es keine Verlierer geben. Dazu gehört auch ein stressfreier Weg zur Arbeit.“ Vor diesem Hintergrund begrüße man die Aussagen von VW-Personalvorstand Gunnar Killian, der einen Ersatz für die Parkplätze in gleichem Umfang und gleicher Entfernung garantiert hatte.

Es geht um 5100 Pkw-Plätze, fast 900 Rad- und 340 Motorradstellplätze

Dennoch zeigte sich der Betriebsrat durchaus skeptisch. Es gehe immerhin um 5100 Pkw-Plätze, fast 900 Rad- und 340 Motorradstellplätze. „Das Parkhaus soll man sich jetzt vorstellen“, machte Jürgen Hildebrandt, Verkehrsexperte des Betriebsrates, die Dimensionen deutlich. „Wir dürfen nicht noch mehr Verkehr durch die Innenstadt leiten. Dann bricht sie irgendwann komplett zusammen.“

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VW-Betriebsrat fordert ein ganzheitliches Mobilitätskonzept für Wolfsburg

Stattdessen seien zukunftsfähige Lösungen gefragt. Hildebrandt denkt dabei etwa an den vierspurigen Ausbau der B188, eine Nordzufahrt zum Werk und Großraumparkplätze außerhalb der Stadt. Das ganze allerdings mit Servicecharakter für die Belegschaft – etwa durch einen Shuttle-Service und ein ganzheitliches Mobilitätskonzept für Wolfsburg. Das müsse schon vor Baustart stehen: „Wir können nicht auf einem Bein Hurra schreien und dann feststellen, dass alles chaotisch ist“, so Hildebrandt.

Beim Mobilitäts- und ÖPNV-Konzept sollten neue Technologien wie autonomes Fahren und E-Mobilität eine Rolle spielen. Cavallo: „Wolfsburg muss da als Vorreiter vorausgehen. Wenn nicht hier, wo sonst?“

Von Steffen Schmidt

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