Neue Ausstellung

Von düster bis knallig: „Aurora“ in der Galerie Junge Kunst eröffnet

„Aurora“ heißt die Ausstellung in der Jungen Kunst: Jens Schubert stellt seine Linoldrucke aus.

„Aurora“ heißt die Ausstellung in der Jungen Kunst: Jens Schubert stellt seine Linoldrucke aus.

Stadtmitte. Druckgrafik sind ein Novum für den Verein Junge Kunst: Der junge Leipziger Künstler Jens Schubert (Jahrgang 1983) zeigt Linoldrucke aus einer rund siebenjährigen Schaffensphase. Am Freitagabend wurde die neue Ausstellung „Aurora“ eröffnet in der Galerie in der Schillerstraße eröffnet.

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Ausstellung in der Jungen Kunst: Bilder sind nicht gerahmt

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Bilder nicht gerahmt sind. „Wir haben uns auch gewundert, als der Künstler hier mit lauter gerollten Bildern eintraf. Aber jetzt, wo sie an der Wand hängen, wird klar, warum: Nur durch verschiedene Blickwinkel und ganz nahes Anschauen erschließt sich die spezielle Haptik, die vielen Schichten des Drucks übereinander. Teilweise bestehen die Werke aus bis zu 20 Drucklagen“, erläutert Simone Arndt von Junge Kunst.

Aurora: Jens Schuberts erste Schaffensphase

In der Retrospektive „Aurora“ – lateinisch für Morgenröte – sind verschiedene Werke aus der ersten Schaffensphase des jungen Künstlers ausgestellt. Die Drucke setzen grafische Symbole und klassische Zeichen in spannende Konstellationen zu grundlegenden Themen wie Natur und Kultur, Ikonographie und Archetypen. Der Künstler experimentiert dabei spielerisch mit der Überlagerung diverser Druckschichten, mit düsteren, aber auch ganz knalligen Farbverläufen und effektvollen Deckungsdifferenzen.

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Jens Schubert stellt noch bis zum 17. August aus.

Jens Schubert stellt noch bis zum 17. August aus.

„Ich arbeite mit einem bestimmten Repertoire aus Formen und Symbolen und dem Prinzip des Verdichtens und Anordnens. Die grundlegende Spannung zwischen Natur und Kultur ist ein großes Thema in meinen Werken – sind sie getrennt oder nicht, was war zuerst? Die von Menschen definierten Symbole oder hatten die Symbole ihren Ursprung in der Natur? Unsere Sicht darauf lässt sich nicht trennen von der ursprünglichen Erscheinungsform, es entstehen immer wieder neue und spannende Konstellationen, wie in einem Kaleidoskop.“

Neue Leipziger Schule: Auch Neo Rauch gehört dazu

Jens Schubert studierte 2004 bis 2009 Malerei und Grafik an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Prof. Annette Schröter. Eine Reihe ehemaliger Schüler der so genannten „Neuen Leipziger Schule“ brachte es inzwischen bereits zu beachtlichem internationalem Erfolg - er wohl berühmteste unter ihnen: Neo Rauch. Jens Schubert lebt und arbeitet aktuell in Leipzig und Bremen.

Die Ausstellung ist bis zum 17. August zu sehen.

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Von der WAZ-Redaktion (swi)

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