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Ortsrat Reislingen-Neuhaus

Trotz Sparkurs pocht Politik auf Halle und Weg zur Burg

Hat für den Ortsrat trotz Sparkurs Priorität: Neben einer neuen Reislinger Mehrzweckhalle fordert das Gremium den Ausbau der Zuwegung zur Burg Neuhaus.

Hat für den Ortsrat trotz Sparkurs Priorität: Neben einer neuen Reislinger Mehrzweckhalle fordert das Gremium den Ausbau der Zuwegung zur Burg Neuhaus.

Reislingen/Neuhaus. Dieselskandal, Kreditaufnahme und absolute Pflicht zu größtmöglichen Einsparungen: Der Ortsrat Reislingen/Neuhaus zeigte in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag im Rittersaal der Burg zwar absolutes Verständnis für die angespannte Finanzlage der Stadt, doch in zwei Anträgen zum Haushaltsplan 2019 ist das Gremium um Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Friedrichs (SPD) zu keinerlei Kompromissen bereit: „Wir fordern die neue Mehrzweckhalle für Reislingen und den verkehrssicheren Ausbau der Zuwegung zur Burg Neuhaus“, so der einstimmige Beschluss des Ortsrates.

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Millionenkredite sind nötig

Nur unter der Voraussetzung, dass beide Objekte finanziell verankert werden, stimmte man dem Verwaltungsentwurf zu. Geschäftsbereichsleiter Andreas Jung (Finanzen) hatte auf seiner derzeitigen Präsentationsreise durch die Ortsräte in Neuhaus Station gemacht, um auch hier anhand eines umfangreichen Zahlenwerkes die Kassenlage der Stadt deutlich zu machen. Wenig erbaulich dabei die Aussicht des Finanzexperten: „Auf absehbare Zeit werden wir alljährlich Millionenkredite aufnehmen müssen, um die fixen Kosten zu decken und die bereits festgeschriebenen Vorhaben zu realisieren.“

Glaubwürdigkeit in Gefahr

Zu den langfristigen Investitionen gehört auch die neue Mehrzweckhalle Reislingen, allerdings nicht, wie mehrfach konkret versprochen (Oberbürgermeister Klaus Mohrs), in 2019, sondern möglicherweise erst in 2021. „Wir verlieren immer mehr an Glaubwürdigkeit“, monierte der Ortsrat. Und forderte die Verwaltung auf, noch bis zum 28. Februar Vorbereitungen zu treffen, falls doch noch in diesem Jahr Baubeginn sein sollte. Vorhandene Vegetation auf der potenziellen Baustelle darf nämlich nur noch bis zum 28. Februar beseitigt werden.

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Bürger kritisieren Gebühren und Buslinie

Zum Auftakt der Sitzung hatten zunächst Einwohner das Wort. Sie kritisierten unter anderem die neuen Straßenreinigungsgebühren und äußerten sich zum öffentlichen Personennahverkehr. Zum Projekt Käferschule will der Ortsrat in einer der nächsten öffentlichen Sitzung einen Vertreter des Geschäftsbereichs Schule hören.

Von Burkhard Heuer

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