Röntgenstraße

Stadt bedauert Unfall

Böse Falle: Eine Senioren stürzte und verletzte sich schwer.

Böse Falle: Eine Senioren stürzte und verletzte sich schwer.

Wolfsburg. Nach dem bösen Sturz einer Seniorin auf dem Fußweg der Röntgenstraße hat die Stadtverwaltung ihr Bedauern über den Unfall ausgedrückt. Man wünsche dem Opfer baldige Genesung, schrieb die Verwaltung in einer Stellungnahme gegenüber der WAZ – und räumte eine an dieser Stelle im Hinblick auf die Verkehrssicherheit „grenzwertige Situation“ ein.

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Deutlich schief stehen einige der Gehwegplatten

Deutlich schief stehen einige der Gehwegplatten: Man muss nicht Rentner sein, um hier zu stolpern.

An der Ecke Röntgenstraße/Planckstraße war letzte Woche eine ältere Dame über eine hoch stehende Gehwegplatte gestürzt und musste verletzt ins Klinikum gebracht werden; Zeugen, die als Ersthelfer vor Ort waren, wunderten sich über den katastrophalen Zustand des Gehwegs (WAZ berichtete).

„Keine akute Handlungsnotwendigkeit“

Ein Umstand, der im Rathaus offensichtlich nicht unbekannt war. Die Stelle sei „bereits dokumentiert und in der weiteren Beobachtung“ gewesen, erklärte Stadtsprecher Ralf Schmidt auf WAZ-Nachfrage. Allerdings habe „keine akute Handlungsnotwendigkeit bestanden“, weil „die Verkehrssicherheit zu dem Zeitpunkt gegeben war“.

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Nach der WAZ-Anfrage habe der Geschäftsbereich Straßenbau die Stelle nochmals begutachtet und zumindest eine „grenzwertige Situation“ vorgefunden. Dennoch weist die Stadt darauf hin, die „einzeln heraus stehende Platte“ stelle keine grundsätzliche Einschränkung der Verkehrssicherheit dar, da insbesondere bei Kälte und eventueller Glätte eine „besondere Sorgfaltspflicht vom Benutzer erwartet werden muss“.

Entschädigung durch die Stadt ist möglich

Richtig wohl ist den Experten im Rathaus angesichts des schlimmen Unfalls aber ganz offensichtlich nicht. Selbstverständlich sei eine Überprüfung durch den kommunalen Schadensausgleich und eine Entschädigung durch die Stadt in solchen Fällen möglich, sagt die Verwaltung selbst.

Und, das Wichtigste: Man bedaure unabhängig von rechtlichen Aspekten sehr, dass hier ein Mensch zu Schaden gekommen sei. Man sei sehr interessiert daran, mit dem Opfer persönlich in Kontakt zu treten. Das sollte durch eine einfache Anfrage im Klinikum leicht möglich sein.

Von Ulrich Franke

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