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Landgericht Bielefeld

Schüsse vor Diskothek: Zwei Wolfsburger angeklagt

Landgericht Bielefeld: Justizbeamte stehen vor einer Sicherheitsschleuse im Landgericht. Unter großen Sicherheitsvorkehrungen beginnt ein Prozess gegen acht Männer wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs.

Landgericht Bielefeld: Justizbeamte stehen vor einer Sicherheitsschleuse im Landgericht. Unter großen Sicherheitsvorkehrungen beginnt ein Prozess gegen acht Männer wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs.

Bielefeld.Nach Schüssen vor einer Diskothek in Bad Oeynhausen in Ostwestfalen hat am Mittwoch unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ein Prozess gegen acht Männer vor dem Landgericht Bielefeld begonnen.

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Die Anklage lautet in einem Fall auf versuchten Totschlag und bei den anderen Angeklagten auf schweren Landfriedensbruch. Verantworten müssen sich acht Männer im Alter zwischen 20 und 38 Jahren, die zu einer Großfamilie gehören – darunter auch zwei Wolfsburger.

Ein 38-Jähriger soll mehrere Schüsse auf einen der Türsteher abgegeben haben

Nach einem Streit im September 2018 war einer der Angeklagten aus der Diskothek verwiesen worden. Der 27-Jährige soll daraufhin seinen Bruder und weitere Verwandte dazu gerufen haben, um die Familienehre zu retten. Der Streit mit dem Sicherheitsdienst eskalierte. Ein 38-Jähriger soll mehrere Schüsse auf einen der Türsteher abgegeben haben. Das Opfer erlitt einen Oberschenkeldurchschuss.

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Wolfsburger soll mit Bierflasche und Schlagstock zugeschlagen haben

Den beiden Wolfsburgern (jeweils 31 Jahre alt) wird schwerer Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Einer der Angeklagten aus der VW-Stadt soll mit einer Bierflasche und einem Teleskopschlagstock zugeschlagen haben, der andere soll auf einen am Boden liegenden Türsteher eingetreten haben. Die übrigen sechs Angeklagten stammen aus Bad Oeynhausen und Porta Westfalica in Nordrhein-Westfalen sowie aus Faßberg (Landkreis Celle).

Das Familienoberhaupt soll eine bedeutende Rolle im syrischen Bürgerkrieg spielen

Polizeikräfte sicherten zum Prozessauftakt sowohl den Eingang des Landgerichts als auch den Kontrollbereich vor dem Verhandlungssaal. Angeklagte und Opfer, die als Nebenkläger in dem Verfahren auftreten, wurden zeitlich getrennt in den Raum geführt. Bis Dezember sind weitere Gerichtstermine angesetzt. Alle Angeklagten gehören nach Angaben eines Gerichtssprechers einem Clan syrischer Herkunft an. Das Familienoberhaupt soll demnach eine bedeutende Rolle im Bürgerkrieg in Syrien spielen.

Von dpa/htz

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