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Digitalprojekt

Schauplatz der Zukunft: Das sind die Pläne für Wolfsburgs Markthalle

Entwurf nach aktuellem Planungsstand: So könnte der neue Eingangsbereich der Markthalle aussehen.

Entwurf nach aktuellem Planungsstand: So könnte der neue Eingangsbereich der Markthalle aussehen.

Wolfsburg. Die Pläne klingen vielversprechend: offene, flexibel mietbare Büroflächen, ein Virtual-Reality-Labor, ein Film- und Audiostudio, eine Werkstatt, ein Jugendzentrum – alles unter einem Dach mit schicken Gemeinschaftsräumen. Denn darum geht’s letztlich: Austausch, Vernetzung.

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Dennis Weilmann, Dezernent für Wirtschaft und Digitalisierung bei der Stadt, konstatiert beim Rundgang durch das noch leer stehende Gebäude: „Das ist definitiv ein spannender Standort an der Porschestraße in der Fußgängerzone, hier am Nordkopf wird sich viel tun.“ Direkt gegenüber soll die BrawoCity entstehen, eine Mega-Komplex für rund 130 Millionen Euro. Und natürlich die schon spürbare Nähe zu VW, wo Digitalisierung ebenso ganz oben auf der Agenda steht.

Im besten Fall eröffnet die Markthalle bereits im Spätsommer

Der Umbau der Markthalle soll nun schnellstmöglich starten. Zwar steht noch der entsprechende Ratsbeschluss aus (Sitzung ist am Mittwoch, 6. Februar), doch dieser gilt nach einstimmiger Empfehlung im Strategieausschuss als so gut wie sicher. Läuft alles glatt, könnte die Markthalle bereits im Spätsommer eröffnen, so Weilmann.

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Mit den größten Teil der Halle einnehmen wird der sogenannte Coworkingspace. Hier werden insgesamt 40 offen gestaltete Büroarbeitsplätze vermietet – tageweise oder auch längerfristig. Ein Tages-Ticket soll um die zehn Euro kosten. Weilmann sieht das als Unterstützung für die Gründerszene. Als Mieter kämen jedoch alle Interessenten in Frage – egal ob Webdesigner, Übersetzer oder Fotograf.

Co-Working-Space mit Top-Ausstattung

Als i-Tüpfelchen wird es dort auch einen 3-D-Drucker sowie weitere digitale und analoge „Werkzeuge“ geben, die sich so nicht jeder leisten kann. Erprobt sei das Prinzip Coworkingspace bereits im Treffpunkt Schiller40. Angebote von dort wie die Smartphone-Schule oder das Repair-Café könnten dann künftig auch in der Markthalle stattfinden.

Gleich neben dem Coworkingspace entstehen Labore und Studios für Virtual und Augmented Reality. Die Infrastruktur stellt die Stadt bereit und kann ebenfalls angemietet werden. Nebenan wird ein Film- und Fotostudio eingerichtet, in dem beispielsweise Youtuber professionell auf Sendung gehen können. „Medienbildung spielt für uns als Kommune natürlich eine große Rolle“, sagt Weilmann.

Gastronomisches Angebot fehlt nicht

An der Frontseite zur Porschestraße ist ein kleines gastronomisches Angebot mit separatem Zugang geplant, das zum Konzept der Halle passt; vielleicht vegan, sicher hip. „Wir sind in guten Gesprächen mit möglichen Betreibern“, sagt Weilmann

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Jugendzentrum bekommt einen neuen Bereich

Das Jugendzentrum Haltestelle, das bereits in der Markthalle ansässig war, bekommt jetzt neue Räume mit Ausgang zur Freifläche (ehemals Hertie). Dort erwartet die Jugendlichen künftig ein echtes Highlight in Form eines digitalen Sport- und Fußballplatzes, bei dem der VfL mit im Boot ist.

„Der Platz kann zum Beispiel mittels Sensoren verschiedene Daten wie etwa die Schusskraft erfassen“, erklärt Markthallen-Projektleiter Christian Cordes. Auch das Jugendzentrum soll sich durch eine offene Atmosphäre auszeichnen, denn schließlich lebe die Markthalle ja von Synergien.

Das habe sich bereits während der „Pop-up-Phase“, einem Testlauf für die Markthalle, gezeigt. Dabei habe es viele Rückmeldungen und auch Anregungen gegeben, so etwa die Idee, den Eingang an die Porschestraße zu verlegen – was nun tatsächlich umgesetzt wird.

Das Herzstück der Halle: Gemeinschaftbereich und Werkstätten

Herzstück der Halle wird der Community Space. „Ein großer Gemeinschaftsbereich statt einzelner Teeküchen“, erklärt Weilmann. Hier sollen sich alle treffen, vom Jugendlichen bis zum Manager, und miteinander ins Gespräch kommen. Daran schließt sich der Event-Space an, ein High-Tech-Veranstaltungsraum für knapp 200 Personen mit allen Möglichkeiten wie Videokonferenzen.

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Die Werkstatt (Makerspace) ist in Schmutz- und Sauber-Bereiche unterteilt. „Das ist als Prototypen-Werkstatt gedacht, es gibt einen 3-D-Drucker und einen Laser-Cutter“, erklärt Cordes. Hier stehen natürlich auch Profis mit Rat und Tat zur Seite. Genutzt werden kann die Werkstatt von allen Interessierten, gedacht ist sie auch für Ostfalia-Studenten. Mit einer Fensterseite zur Fußgängerzone geht es auch hier um Sichtbarkeit und Transparenz.

Neuland, Stadt, VfL und VW arbeiten zusammen

Eigentümer der Markthalle ist die städtische Immobilientochter Neuland. Diese stellt der Stadt künftig laut Vorlage rund 250.000 Euro Miete im Jahr in Rechnung. Die Mietverträge zwischen der Neuland, der Stadt, dem VfL und VW sollen direkt nach dem Ratsbeschluss im Februar unterzeichnet werden.

Von Michael Lieb

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