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Linken-Politikerin in Wolfsburg

Sahra Wagenknecht: „Milliarden in privater Hand sind pervers“

Umjubelter Wahlkampfauftritt in Wolfsburg: Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sprach am Freitag vor vielen Hundert Besuchern auf dem Hugo-Bork-Platz.

Umjubelter Wahlkampfauftritt in Wolfsburg: Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sprach am Freitag vor vielen Hundert Besuchern auf dem Hugo-Bork-Platz.

Wolfsburg.Am Anfang gab’s netten Beifall, am Ende brandenden Applaus. Kämpferisch versuchte Sahra Wagenknecht am Freitag auf dem Hugo-Bork-Platz den Wolfsburgern zu erklären, warum sie bei der Bundestagswahl die Linke wählen sollten: Sonst werde sich an der Politik in diesem Land nicht viel ändern. Einer Politik, an der die 48-Jährige wenig Gutes ließ.

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Kaum in Wolfsburg angekommen, war Sahra Wagenknecht auch schon mitten im Thema VW. Die Autohersteller seien Sinnbild für das, was bei uns schief laufe: „Die Manager kungeln untereinander Betrügereien aus, die Verbraucher und die Beschäftigten müssen es ausbaden“ – und die Politik tue nichts. Und sie blieb am Anfang in Wolfsburg. Warum ausgerechnet in der Stadt mit dem höchsten Durchschnittseinkommen jemand die Linken wählen sollte, sei sie gefragt worden. Der Durchschnitt sei eben nicht entscheidet, habe sie entgegnet: „Auch hier gibt’s viel zu viele prekäre Jobs, selbst Leute mit gutem VW-Einkommen haben Angst.“

Von der Leiharbeit („Das ist moderne Sklaverei“) über die Altersarmut („Ältere werden um ihre Lebensleistung betrogen“), von innerer und äußerer Sicherheit („Wer Terror nicht will, muss Kriegsterror bekämpfen. Ohne Irak-Krieg gäbe es keinen IS“) bis zu Milliarden-Vermögen in privater Hand („Das ist pervers“) – in 30 Minuten eilte Sahra Wagenknecht durch die Politik. Zentrale Botschaft: „Wir kandidieren nicht fürs Kanzleramt. Aber je stärker wir werden, desto stärker wird der Druck auf die SPD, zu sozialer Politik zurück zu kehren.“

Auch Pia Zimmermann, Linken-Spitzenkandidatin aus Wolfsburg, hatte eine wichtige Botschaft: „Ich kämpfe dafür, dass kein Kind in Armut leben muss. Erst dann können wir in Frieden leben.“

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Von Ulrich Franke

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