„Mitbestimmung modernisieren“

„Bedeutende Persönlichkeit“: Das war die Willy-Brandt-Rede von Daniela Cavallo

Sie hielt die Willy-Brandt-Rede in Lübeck: Die VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo.

Sie hielt die Willy-Brandt-Rede in Lübeck: Die VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo.

Wolfsburg/Lübeck. Daniela Cavallo, die Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats von Volkswagen, hat am Dienstagabend die renommierte Willy-Brandt-Rede in Lübeck gehalten. Ihr Thema war der „Arbeitskampf 2.0 – Herausforderungen und Chancen für die Mitbestimmung heute“. Ihre zentrale These lautete dabei: „Ohne mehr Macht für die betriebliche Mitbestimmung und ohne eine gestärkte, modernere Betriebsverfassung scheitert die Transformation.“

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„Herausragende Persönlichkeiten“ halten Willy-Brandt-Rede

Zum Hintergrund der Veranstaltung: Das Willy-Brandt-Haus lädt in Kooperation mit der Hansestadt Lübeck jährlich eine laut eigener Aussage „herausragende Persönlichkeit“ ein, die – „anknüpfend an das Erbe Willy Brandts – politische und gesellschaftliche Fragen unserer Zeit analysiert und mögliche Lösungsstrategien entwickelt“. Daniela Cavallo stellte dabei Brandts legendäre Rede „Mehr Demokratie wagen...“ in den Fokus. Zu Brandts Zeiten habe Arbeitskampf vor allem „Kampf um gerechte finanzielle Teilhabe“ bedeutet. Heute gehe es um „Fairness, Gerechtigkeit, Teilhabe“, so Cavallo.

Die feierliche Veranstaltung fand im Willy-Brandt-Haus in Lübeck statt.

Die feierliche Veranstaltung fand im Willy-Brandt-Haus in Lübeck statt.

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Gewerkschaften und die betriebliche Mitbestimmug haben laut Cavallo „sehr viel zu dem aktuellen Wohlstand unseres Landes beigetragen; vor allem auch immer zum individuellen Wohlstand und Aufstieg eines jeden Kollegen, einer jeder Kollegin.“ Volkswagen werde gerne als „Leuchtturm der Mitbestimmung“ bezeichnet – mit einem Organisationsgrad von mehr als 90 Prozent der Belegschaft in der IG Metall. „Was wir seit Jahrzehnten leisten, ist Interessen-Management – und zwar die Interessen einer immer selbstbewussteren und heterogeneren Belegschaft und für unsere Standorte und Regionen.“

Eine globalisierte Welt braucht eine modernere Mitbestimmung

Aber die „globalisierte Welt“ – Arbeitswelt – habe sich geändert und stelle Betriebsräte und Gewerkschaften vor neue Herausforderungen. In einer globalen Welt, so Cavallo, müsse man auch global denken und handeln. Und dafür sei es notwendig, die 50 Jahre (deutsche) Betriebsverfassung zu modernisieren. Die Mitbestimmung in den Betrieben müsse „fit für die Zukunft“ gemacht werden. Denn: Die „integrative Kraft der betrieblichen Mitbestimmung“ werde immer wichtiger in einer sich rasch verändernden Arbeitswelt. Ihre Prognose: „Ohne mehr Macht für die betriebliche Mitbestimmung und ohne gestärkte, modernere Betriebsverfassung scheitert die Transformation!“ Dabei sei es gerade die Transformation, die zukunftssichere Jobs schaffen soll...

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Infos zur Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung gibt es unter www.willy-brandt.de. Dieser Text wird weiter aktualisiert.

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