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Volkswagen

Leiharbeiter kämpfen verzweifelt um Weiterbeschäftigung

Protest bei Volkswagen in Hannover: Für rund 200 Leiharbeiter aus Wolfsburg laufen am 22. Dezember 2017 endgültig die Verträge aus. Sie protestierten bei einer Betriebsversammlung Ende November, fordern eine Übernahme.

Protest bei Volkswagen in Hannover: Für rund 200 Leiharbeiter aus Wolfsburg laufen am 22. Dezember 2017 endgültig die Verträge aus. Sie protestierten bei einer Betriebsversammlung Ende November, fordern eine Übernahme.

Wolfsburg/Hannover. Mit aller Kraft versuchen Leiharbeiter aus Wolfsburg, deren Verträge am 22. Dezember auslaufen, eine Weiterbeschäftigung mit Hoffnung auf Festanstellung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover zu erreichen. Die Chancen stehen schlecht. Am Montag verteilten Betroffene Flugblätter im Werk in Stöcken und veröffentlichten ihre Forderungen auch im Internet. Sie hoffen auf Solidarität der festangestellten Kollegen.

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Ein Streik ist jedoch unwahrscheinlich. Und der Betriebsrat in Hannover sieht keinen Handlungsspielraum mehr. „Wir fühlen uns von allen im Stich gelassen“, sagt eine der Arbeiterinnen. Sie gehört zu rund 200 befristet Beschäftigten aus Wolfsburg, die seit Februar im Werk in Hannover arbeiten. Eingestellt worden waren sie 2015 von der Autovision für die Golf- und Tiguan-Fertigung. In Wolfsburg hätten sie im April 2017 mit Kündigung rechnen müssen, in Hannover galten die Verträge vorerst bis Oktober, dann gab es eine Verlängerung bis Dezember. Jetzt ist endgültig Schluss. Ein Versprechen für eine langfristige Weiterbeschäftigung habe es vor dem Wechsel aber auch nicht gegeben, versichern sowohl Betriebsrat als auch Unternehmen. „Früher haben sich drei Jahre zittern als Leiharbeiter gelohnt, dann wurde man übernommen“, klagt eine weitere Betroffene.

„Wir bedauern die persönliche Situation jedes einzelnen Zeitarbeiters“, sagt ein VW-Sprecher, „doch leider können wir Übernahmen nicht fortsetzen. Volkswagen und die gesamte Autoindustrie befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel.“

VW will im Rahmen des Zukunftspakts inklusive Umstellung auf Elektromobilität deutschlandweit bis zu 23.000 Arbeitsplätze abbauen und im Gegenzug 9000 neue Stellen in Zukunftsfeldern schaffen. Die Zeitarbeiter sehen vor allem die momentane Situation und kritisieren, dass weiterhin Sonderschichten an Samstagen gefahren und Studenten eingestellt werden müssten, um die geforderten Stückzahlen in der Produktion zu erreichen.

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Von Andrea Müller-Kudelka

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