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Hilfsbereitschaft

Krieg gegen Ukraine: So können Wolfsburger jetzt helfen und spenden

Zehntausende Menschen aus der Ukraine befinden sich seit dem Einmarsch der russischen Truppen auf der Flucht. Der Wolfsburger FDP-Ratsherr Marco Meiners (kl. Foto) organisiert einen Hilfskonvoi mit Verbandsmitteln für die Ukraine.

Zehntausende Menschen aus der Ukraine befinden sich seit dem Einmarsch der russischen Truppen auf der Flucht. Der Wolfsburger FDP-Ratsherr Marco Meiners (kl. Foto) organisiert einen Hilfskonvoi mit Verbandsmitteln für die Ukraine.

Wolfsburg.Die Hilfsbereitschaft ist riesig – viele Menschen wollen den Ukrainerinnen und Ukrainern helfen, die nach der Invasion Russlands auf der Flucht sind. In Wolfsburg organisiert der FDP-Ratsherr und Ortsbürgermeister von Hattorf/Heiligendorf, Marco Meiners, einen Hilfskonvoi in die Ukraine.

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Marco Meiners hat Routine beim Organisieren von Hilfskonvois. Seit vielen Jahren führt er mit Hilfe des „Round Table Deutschland“ Hilfsfahrten nach Osteuropa durch und sammelt Spenden. Die Spedition Schnellecke aus Wolfsburg stellt einen Laster zur Verfügung, damit will Meiners mit einem kleinen Team so schnell wie möglich gen Osten aufbrechen. „Wir werden vermutlich ins Grenzgebiet nach Polen nahe des ukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg) fahren.“ Dort sollen die Spenden verladen und weiter in die Ukraine gebracht werden.

Marco Meiners beim Beladen eines Hilfskonvois zur Weihnachtszeit vor drei Jahren.

Marco Meiners beim Beladen eines Hilfskonvois zur Weihnachtszeit vor drei Jahren.

Hilfskonvoi für die Ukraine – vor allem Verbandsmaterial wird geliefert

Wichtig, so betont Meiners, seien jetzt vor allem Geldspende, um Verbandsmittel palettenweise zu kaufen. „Es gibt natürlich Privatleute, die Verbandsmaterial spenden wollen – das bringt aber leider nicht viel.“ Vorbildlich: Die Baseballer der „Blackbirds Wolfsburg“ unterstützen den Konvoi mit einer Spende in Höhe von 1665 Euro. Wer ebenfalls spenden möchte, kann das hier tun:

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Spenden "Hilfskonvoi für die Ukraine:

  • Spenden-Stichwort: "Konvoi"
  • Spendenkonto – Stiftung Round Table Deutschland
  • IBAN: DE20 550 205 0000 0000 1954; BIC: BFSW DE3 3 MNZ

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host4ukraine: Wer hat eine freie Wohnung und stellt sie zur Verfügung?

Desweiteren bekommt Meiners jetzt schon etliche Angebote von Privatpersonen aus Wolfsburg, die den geflüchteten Menschen aus der Ukraine Wohnraum zur Verfügung stellen wollen. Dafür gibt es die neu eingerichtete, weltweite Hilfsseite www.host4ukraine.com. Hier können sich Helfende anmelden und ihre Wohnungen nach dem Airbnb-Prinzip anbieten.

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Die Stadt Wolfsburg hat eine Emailadresse für lokale Angebote eingerichtet: ukrainehilfe@stadt.wolfsburg.de. Die Verwaltung vermittelt Hilfsangebote zudem telefonisch, Servicenummer 115.

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Wolfsburger Werbeagenturen sammeln Spenden und Arzneimittel

Die Wolfsburger Werbeagentur DD Konzept ruft zusammen mit dem Werbeteam Seifert zum Spenden für die Ukraine auf. Auf der Social-Media-Plattform Facebook schreibt die Firma: „Wir sind tief bewegt von den Ereignissen in der Ukraine und möchten aktiv unterstützen. Dafür benötigen wir eure Hilfe.“ Zusammen mit dem Wolfsburger Verein „Gutes Herz“, der seit 2014 Hilfsprojekte in der Ukraine unterstützt, sollen jetzt Sach- und Geldspenden gesammelt werden.

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Spenden für "Gutes Herz e.V.":

  • Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg
  • IBAN: DE47 2695 1311 0161 5159 78; BIC: NOLADE21 GFW

Es werden aber auch Sachspenden entgegen genommen, die bis Donnerstag, 3. März, beim Werbeteam Seifert (Seilerstraße 16) und bei DD Konzept (Großer Winkel 5a) abgegeben werden können – gebraucht werden Arzneimittel wie: Ibuprofen, Paracetamol, Fieberthermometer, Vitamin C, Verbandsmaterial, Voltaren, Cetirizin und Nasenspray.

DRK Wolfsburg bittet um Spenden für Kleiderkammer

Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Wolfsburg, richtet sich ebenfalls auf Flüchtlinge aus der Ukraine ein – und bittet um Spenden für die Kleiderkammer (aber auch Bettwäsche, Decken etc. werden genommen). Zudem werden Ehrenamtliche gesucht, die beim Sortieren unterstützen. Annahmestelle ist eine Halle in der Borsigstraße 7 – werktags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr. Mehr Infos gibt es unter Tel. 05361/ 890 69 59.

Das DRK bittet um Spenden für die Menschen in der Ukraine:

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  • IBAN: DE63370205000005023307; BIC: BFSWDE33XXX
  • Stichwort: Nothilfe Ukraine

Katholische Kirche

Die katholische Kirche sammelt Spenden für Hilfstransporte von zwei Pfarrern mit Verbindungen in der Ukraine. Folgendes wird benötigt: Hygieneartikel/ Frauenartikel (Zahnbürsten, Feuchttücher, Taschentücher)/ Babyartikeln ( Puder, Creme), etc. - Ibuprofen, Paracetamol, kein ASS!, Masken, Nasenspray, Pflaster, Wundspray, Halsschmerztabletten, etc. - Haltbares Essen (Konserven, z.B. Thunfisch, Oliven .... ), haltbares Brot, Kekse, H-Milch, Babynahrung (Gläschen), Nüsse/ Müsliriegel, Schokolade etc.

Sammelstelle ist die Missione Cattolica Italiana – Wolfsburg, Antonius-Holling-Weg 9, 38440 Wolfsburg, Uhrzeiten für die Spendenannahme: Mittwoch, 2.3., 10 bis 18 Uhr.

Die katholische Kirche in Wolfsburg hat auch ein Spendenkonto für die Hilfe in der Ukraine eröffnet, um den beiden zu ermöglichen, konkrete Nothilfe vor Ort zu leisten.

  • Katholische Kirchengemeinde St. Christophorus
  • IBAN: DE91 2695 1311 0025 6638 73
  • Verwendungszweck: Ukrainehilfe

CVJM Wolfsburg richtet Spendenkonto ein

Auch der CVJM Wolfsburg hat ein Hilfskonto für die Ukraine eingerichtet und bittet um Spende:

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  • Konto: YMCA Europa
  • IBAN: BE59 7370 5153 4426 /BIC/SWIFTcode: KREDBEBB
  • Stichwort: "work with refugees – Ukraine"

Aktion Deutschland Hilft

"Aktion Deutschland Hilft" ist ein Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, darunter die Johanniter oder auch Malteser. Das Bündnis ruft zu Spenden für die Betroffenen des Krieges auf. Helferinnen und Helfer aus den Bündnisorganisationen stünden bereit, teilte das Bündnis am Donnerstag in Bonn mit. Der Großteil der Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" ist durch eigene Länderbüros und lokale Partner bereits seit Jahren in der Ukraine mit Hilfsprogrammen vertreten.

So auch Hilfsorganisationen wie etwa der Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser International, die Johanniter und Care. Diese stünden bereits mit ihren Länderbüros oder Partnernetzwerken im Austausch. Die humanitäre Lage werde sondiert und mögliche Nothilfeeinsätze in der Ukraine und auch in den Nachbarländern geplant. Dem Medikamentenhilfswerk Action Medeor lägen bereits Hilfeersuche von ukrainischen Krankenhäusern vor, die um Unterstützung bei der Versorgung von verletzten Soldaten und Zivilisten bitten, hieß es weiter. Das Hilfswerk habe bereits damit begonnen, erste Lieferungen für medizinische Einrichtungen in der Ukraine zusammenzustellen. Nothilfe-Teams von World Vision stünden bereit, um bei Bedarf Binnenflüchtlingen zu helfen.

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Spenden:

  • Spenden-Stichwort: Nothilfe Ukraine
  • IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
  • Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)

Diakonie Katastrophenhilfe

Die "Diakonie Katastrophenhilfe" ruft ebenfalls online auf für Betroffene zu spenden. Die Hilfe stehe mit ihren Partnern und Netzwerken im engen Austausch, um Soforthilfe vorzubereiten. 500.000 Euro wolle diese bereits zur Verfügung stellen, hieß es. "Den Preis für diesen Krieg werden die Menschen zahlen, die vollkommen unverschuldet ihre Sicherheit und ihr Zuhause verlieren werden", erklärte die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Pruin. Sobald klarer werde, wohin die Menschen in ihrer Not fliehen, werde man alles tun, um ihr Überleben zu sichern, sagte Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.

Spenden:

  • Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
  • Evangelische Bank
  • IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
  • BIC: GENODEF1EK1
  • Stichwort: Ukraine Krise

Caritas international

Die Caritas habe ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesen Kriegsfall bereits vorbereitet. Nicht nur in der Ostukraine, sondern auch in anderen Teilen des Landes plane man Binnenvertriebene aufzunehmen und zu versorgen, teilte die Caritas am Donnerstag mit. Dazu werden laut dem Hilfswerk Feldküchen, Notunterkünfte sowie psychologische Unterstützung bereitgestellt. Doch die Lage sei auch für sie weiterhin unübersichtlich. Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, betonte, jetzt gehe es darum, alles zu tun, um eine drohende humanitäre Katastrophe in der Ukraine zu verhindern.

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Die Spenden-Gelder gingen an die Partnerorganisation, die Caritas Ukraine, die vor Ort die Hilfen koordiniere. Dadurch werden nach eigenen Angaben Lebensmittel, Trinkwasser, Hygiene-Artikel, Heizmaterial und medizinische Hilfen beschafft und verteilt.

Spenden können Sie online unter diesem Link.

Save the Children

Wer speziell Kindern in der Ukraine helfen möchte, kann an die Kinderhilfsorganisation "Save the Children" spenden. "Im Falle eines Krieges sind Kinder immer Opfer und zahlen den höchsten Preis", heißt es von der Organisation. Allein in der Ostukraine hätten seit Montag mindestens 100.000 Kinder mit ihren Familien aus ihrem Zuhause fliehen müssen. "Save the Children" sei bereits seit Beginn des Konflikts in 2014 in der Ostukraine aktiv, um Kindern und ihren Familien zu helfen. Dafür seien Experten-Teams vor Ort im Einsatz, die Nahrungsmittel, medizinische Hilfe, Decken oder auch Hygiene-Artikel bereitstellten. Angesichts der aktuellen Lage wolle man die Hilfe in der Region ausweiten.

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Spenden können Sie online unter diesem Link.

SOS-Kinderdörfer

Die Hilfsorganisation der SOS-Kinderdörfer hat ebenfalls ein Team vor Ort in der Ukraine. Dieses habe bereits mit Evakuierungsmaßnahmen der Kinder und dessen Pflegeeltern begonnen. Einige fanden während der Beschüsse in einem Luftschutzbunker Zuflucht, so die Organisation.

Derzeit bereitete die Organisation Nothilfe für bis zu 15.000 Menschen vor. Spenden ermöglichten dann den Transport der Betroffenen in sichere Gebiete, ihre Unterbringung in angemieteten Unterkünften, ihre Versorgung mit Lebensmitteln, Decken, Hygieneeartikeln, medizinische Hilfe sowie psychosoziale Unterstützung nach Stress und Schock.

Spenden:

  • Spendenkonto: SOS-Kinderdörfer weltweit
  • IBAN: DE22 4306 0967 2222 2000 00 (GLS Gemeinschaftsbank)
  • Stichwort: "Humanitäre Hilfe Ukraine"

Was kann ich sonst noch tun?

Derzeit löst eine Meldung zur Situation in der Ukraine die nächste ab. Darunter sind auch einige Falschmeldungen. Informieren Sie sich daher bei seriösen Quellen, um falsche Nachrichten zu der Lage nicht weiter zu verbreiten. Außerdem sind Demonstrationen und Kundgebungen eine Möglichkeit Anteilnahme zu zeigen. Dazu wird meist in sozialen Netzwerken wie Facebook aufgerufen. Bereits am Donnerstag sind zahlreiche Menschen in Köln, Berlin oder auch Hamburg auf die Straße gegangen.

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Doch wichtig ist derzeit auch sich selbst zu schützen. Einige Menschen reagieren sehr sensibel auf die Informationsflut und die Bilder aus der Ukraine. Für Betroffene kann es daher auch ratsam sein, zum eigenen Schutz auch mal etwas Abstand zum Geschehen zu nehmen.

Von der Redaktion

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