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Zuschuss-Erhöhung

Flughafen: Wolfsburgs Zuschuss steigt, Betriebsrat schlägt Alarm

Flughafen Braunschweig, hier ein Privatflugzeug des Volkswagen-Konzerns.

Flughafen Braunschweig, hier ein Privatflugzeug des Volkswagen-Konzerns.

Wolfsburg. Zuletzt hatte es öffentliche Diskussionen über eine Umwidmung zum reinen Werksflughafen gegeben, wodurch die Zuschüsse der Gesellschafter gekürzt werden könnten. Diese Idee bezeichnete der Betriebsrat jetzt als kurzsichtig. Die Folge sei der Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen bei der Betreibergesellschaft.

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Strategieausschuss stimmt bei einer Gegenstimme zu

Der Strategieausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung der Vorlage „Wirtschaftsplan Flughafen“ bei einer Gegenstimme zu. Langfristig, so der Tenor, müsse die Bezuschussung allerdings schon zurückgefahren werden. Erster Stadtrat Werner Borcherding erläuterte , dass das Defizit der Gesellschaft, aktuell nicht mehr ausgeglichen werden könne. In der vergangenen Jahren habe das Ergebnis nur durch Grundstücksverkäufe gepasst, was jedoch zu einem Werteverzehr geführt habe.

Aktuell seien Investitionen in die Flughafen-Feuerwache, eine Fahrzeughalle und das Hauptgebäude erforderlich. Dafür müsse auch ein Kredit in Höhe von 5,2 Millionen Euro aufgenommen werden. Das Geld werde dringend benötigt, um den Betrieb sicherzustellen, erläuterte der neue Airport-Chef Michael Schwarz, der zu Gast in der Sitzung war.

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Allein durch Entgelte und Gebühren gebe es keine Wirtschaftlichkeit für den Flughafen, deshalb sei eine kommerziellere Ausrichtung das Ziel. Schwarz will dem Aufsichtsrat nun einen „Masterplan“ für die Weiterentwicklung des Flughafens vorschlagen. Wird das Konzept durchgewunken, rechnet er mit vier bis sechs Monaten Entwicklungszeit.

Ratsherr Sabah Enversen (SPD), der zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen-Gesellschaft ist, machte deutlich, dass der Flughafen wichtig für die Infrastruktur in der Region sei und für ihn nicht zur Debatte stehe. Tatsächlich sei das „Drumherum“ am Airport unterentwickelt, dies müsse verbessert werden. Kostendeckend arbeiteten aber auch andere Flughäfen nicht.

„Keine Insolvenzgefahr“

Marco Meiners (FDP) störte sich daran, dass eine Zuschusserhöhung als alternativlos in den Raum gestellt werde, während Bastian Zimmermann (Linke) die laut einem Pressebericht „möglicherweise drohende Insolvenz der Gesellschaft“ ansprach. Hier konnte Stadtrat Borcherding beruhigen: „Es besteht keine Insolvenzgefahr.“ Auch eine Rückstufung vom Status eines Verkehrsflughafens auf einen Sonderlandeplatz/Werksflughafen stehe nicht zur Debatte, so Borcherding.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs betonte, dass der Flughafen ein Forschungs- und Geschäftsflughafen ist, von dem Wolfsburg sowohl direkt als auch indirekt profitiere. Als Geschäftsflughafen habe er fundamentale Bedeutung für die Mobilität von VW als weltweit agierendem Konzern.

Von Michael Lieb

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