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Wolfsburger Künstler

Eimo Cremer baute seinen eigenen Sportwagen

Ausfahrt im Sportwagen: Eimo Cremer mit seinem selbst designten Auto. Auch Fachmagazine haben darüber berichtet.

Ausfahrt im Sportwagen: Eimo Cremer mit seinem selbst designten Auto. Auch Fachmagazine haben darüber berichtet.

Wolfsburg.Das gute Stück fällt auf. „Viele halten ihn für einen Porsche“, erzählt der Wolfsburger Künstler, der sich mit seiner Lattenkunst einen Namen gemacht hat. Ist es aber nicht, „es ist kein Nachbau irgendeines Autos“, das war dem ehemaligen VW-Mitarbeiter wichtig. Deshalb kaufte er sich damals eine spezielle Zeitschrift, in der alle Autos weltweit aufgelistet waren.

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Der Cremer-Roadster sieht zwar von vorn wie ein italienischer Sportwagen der 60er Jahre aus, von hinten hebt er sich hingegen deutlich ab: Sein markantes Heck ist einmalig. Genauso einmalig wie das Baumaterial: Neben Polyester, das in den 60er Jahren erschwinglich wurde, verwendete Cremer Kaninchen draht, Gips und sogar Beton (!). Weil alles sicher und TÜV-geprüft sein musste, bediente sich der junge Student munter bei anderen Fahrzeugen: Der Flitzer hat ein Käfer-Fahrgestell, von einem Lloyd Alexander kam der Tank, Scheinwerfer und Griffe sind vom BMW 700 und die Rückleuchten vom Opel Olympia P2.

Nach vier Jahren war das gute Stück endlich fertig. „Obwohl alle gesagt hatten, das wird nie etwas“, freut sich Cremer noch heute. Schön sah der Roadster aus und auch schnittig – aber richtig schnell war er nicht. Nur auf 100 km/h brachte es der Sportwagen. Für das nötige Tempo (125 km/h) sorgte viele Jahre später Cremers ebenso Auto-verrückter Bruder Enno, der in Aurich lebt. Er möbelte das Auto gehörig auf, nicht nur PS-mäßig. Die Innenausstattung wurde moderner und eine neue Lackierung gab es ebenfalls. Fast 30 Jahre bastelte er daran. Jetzt fahren beide Cremer-Brüder mit dem guten Stück – und sorgen immer noch für viel Aufsehen damit.

Von Sylvia Telge

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