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Flechtorf

Asbest in der Grundschule festgestellt

Schlechte Nachrichten: In der Grundschule in Flechtorf wurde Asbest in der Bausubstanz gefunden.

Schlechte Nachrichten: In der Grundschule in Flechtorf wurde Asbest in der Bausubstanz gefunden.

Flechtorf. Das sind ganz schlechte Nachrichten für die Sanierungspläne der Gemeinde Lehre an der Grundschule in Flechtorf: Im Rahmen der Planungen für den sogenannten Lerncampus fanden Experten bei der Bausubstanzprüfung asbesthaltige Bauteile. Zwar bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen – eine gesundheitliche Gefährdung der Schüler – nicht. Die Sanierung dürfte aber aufgrund der Belastung wesentlich aufwendiger und teurer ausfallen.

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Gefahr für die Gesundheit nur bei Abbruch

Bei dem vorgefundenen Asbest handelt es sich um eine gebundene Form in geringen Mengen, die nicht flächenmäßig verteilt sind. „Vermutlich sind diese geringen Mengen bei früheren Unterhaltungsmaßnahmen durch die Spachtelmasse an die Wände gelangt“, erklärt Bürgermeister Andreas Busch. Das Problem: Sobald auch nur ein Probepunkt positiv auf Asbest getestet wurde, gilt das gesamte Gebäude als asbesthaltig. Gefahr besteht laut dem zuständigen Analysebüro Wessling aber nur, wenn die Fasern von Asbest gebrochen, in der Luft verteilt und eingeatmet werden.

Sanierung verschoben

Die Sanierung der Schule, die für diese Sommerferien geplant war, ist damit aber für noch unbestimmte Zeit vom Tisch. „Wir haben sämtliche geplanten Unterhaltungsmaßnahmen zunächst einmal aufgeschoben“, so Marco Schulz, zuständiger Fachbereichsleiter in der Gemeindeverwaltung.

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Begleitgruppe soll gebildet werden

Den weiteren Prozess will die Gemeinde so transparent wie möglich gestalten. „Daher werden wir eine Begleitgruppe aus Elternvertretern, Verwaltungsvertretern, der Schulleitung sowie politischen Vertretern bilden, um einen vernünftigen und zeitnahen Informationsfluss zu gewährleisten“, so Busch.

Info-Abend für Eltern

Eingeschlagen war die Nachricht vom Asbest-Befall in der Verwaltung wie eine Bombe. Schnell habe man sich dazu entschlossen, zuerst die Eltern der Schüler zu informieren, berichtet Busch. Am Donnerstag fand deswegen ein Informationsabend zu dem sensiblen Thema statt. Rund 25 Eltern waren der Einladung in das Dorfgemeinschaftshaus Flechtorf gefolgt. „Uns ist bei so einem Befund eine schnelle und umfassende Information der Betroffenen äußerst wichtig, daher auch dieser kurzfristige Termin“, äußerte sich Gemeindebürgermeister Andreas Busch.

Eltern reagieren besonnen

Neben der Verwaltungsführung und Schulleiter Frank Lange waren auch Dr. Heide Doose und Melanie Meierding vom Analysebüro Wessling vor Ort, um mit einem kurzen Beitrag in die Materie einzuführen und Fragen der Eltern zu beantworten. „Am Ende freue ich mich sehr, dass die Eltern so besonnen reagieren und sich hier konstruktiv und kooperativ in den Prozess einbringen“, sagt Busch.

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Von Steffen Schmidt

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